Hamilton setzt sich in Belgien-Quali klar durch

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Weltmeister Lewis Hamilton hat am Samstagnachmittag das Qualifying für den Belgien-Grand-Prix klar dominiert.

Der englische Mercedes-Pilot setzte sich in 1:47,197 Minuten und mit einem Schnitt von 235,216 km/h klar vor seinem deutschen Teamkollegen Nico Rosberg (+0,458 Sek.) durch. Dahinter folgte der finnische Williams-Fahrer Valtteri Bottas (1,340) auf Platz drei.

"Ich bin wirklich glücklich mit der Leistung des Autos. Es hat sich großartig angefühlt", betonte Hamilton nach der bereits zehnten Pole Position in dieser Saison und insgesamt 48. seiner Karriere.

Rosberg bleibt nur die Hoffnung

Mit sechs Poles en suite schaffte der 30-Jährige etwas, das zuletzt Michael Schumacher im Jahr 2001 gelungen war. "Diese Pole ist zwar großartig, aber das Rennen und der Weg in Kurve fünf sind lang", erklärte der WM-Leader, der mit 21 Punkten Vorsprung auf Rosberg in den elften von 19 Saisonläufen startet.

Sein Teamrivale hatte aber trotz Rückstand von fast einer halben Sekunde "noch immer Hoffnung" für das Rennen, da er mit viel Sprit am Freitag schneller als Hamilton gewesen war.

"Ich bin natürlich enttäuscht. Ich dachte, ich schaffe die Pole. Doch dann hat Lewis richtig was rausgehauen, das hatte ich heute nicht drin", gestand Rosberg.

"Vor allem im Mittelsektor ist Lewis eine Klasse für sich, da lag er klar vor dem Rest der Welt", analysierte Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff, der sich über die siebente "Doppel-Pole" in Serie freuen durfte.

"Das war eine unglaubliche Runde, ich konnte die Zeit gar nicht glauben. Lewis war heute unschlagbar", gratulierte Teamaufsichtsratschef Niki Lauda seinem Toppiloten.

Vettel enttäuscht - "Mehr war nicht drin"

Rosberg sorgte mit Platz zwei dafür, dass zum insgesamt neunten Mal in dieser Saison die erste Reihe am Sonntag (Start: 14.00 Uhr/live ORF eins) ganz in Silber erstrahlt.

Mercedes hält nun schon bei 22. Poles en suite. "Wir haben unsere Aufgabe erledigt und können glücklich sein, aber für den Samstag gibt es keine Punkte", stieg Wolff trotzdem auf die Euphoriebremse.

Denn vor der vierwöchigen Sommerpause der Königsklasse des Motorsports hatte zuletzt in Ungarn kein Mercedes, sondern Ferrari-Star Sebastian Vettel gewonnen und damit seinen Rückstand auf Hamilton auf 42 Punkte reduziert.

Diesmal kam der Deutsche mit 1,628 Sekunden Rückstand nicht über Rang neun hinaus. "Mehr war nicht drin", sagte Vettel, der seinen 150. Grand Prix bestreitet. "Ich glaube aber, dass wir im Renn-Setup gut unterwegs sind." Bester Red-Bull-Pilot war der Australier Daniel Ricciardo (1,442) als Sechster.

Interessant wird, wie sich das neue Startprozedere am Sonntag auswirken wird. Um Spannung und Unberechenbarkeit der Rennen zu erhöhen, wurden mitten in der Saison die technischen Hilfen beschränkt.

"Wir haben viel analysiert und sind bestens für das Rennen vorbereitet", meinte Hamilton, der zuletzt im Heimrennen in Silverstone und anschließend in Ungarn sehr schlecht vom Start weggekommen war.

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