Hamilton stürmt mit Sieg zur WM-Führung

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Lewis Hamilton ist der Mann der Stunde in der Formel-1-WM.

Der Ex-Weltmeister stürmte am Sonntag in Singapur mit seinem zweiten Sieg in Folge zur WM-Führung.

Hamilton triumphierte im Nachtrennen vor den beiden Red-Bull-Piloten Sebastian Vettel und Daniel Ricciardo, profitierte dabei aber von einem defektbedingten Ausfall seines Mercedes-Stallrivalen Nico Rosberg.

Drei Punkte vorne

Drei Punkte liegt Hamilton in der WM nun vor dem Deutschen, fünf Rennen sind noch ausständig. Im 14. Saisonlauf verzeichnete Rosberg seinen zweiten Nuller - und das ohne Eigenverschulden.

Der bisherige WM-Leader musste nach einem Elektronikproblem aus der Box starten. Seinen aussichtslosen Kampf gab er nach 14 Runden auf, weil er über sein defektes Lenkrad keinen Gang mehr einlegen konnte.

"Ein sehr ernüchterndes Ergebnis, aber ich kann nichts daran ändern", sagte Rosberg. Ein gebrochenes Kabel innerhalb der Lenksäule dürfte der Grund allen Übels gewesen sein.

"Das ist ein technischer Fehler, der auf das Team geht", gestand Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff. "Der Defektteufel muss ein Ende haben", forderte auch Team-Aufsichtsratschef Niki Lauda. "Technisches Pech gibt es nicht."

Davon geträumt

Pech hin oder her - Hamilton bejubelte den 29. Grand-Prix-Sieg seiner Karriere, den siebenten in dieser Saison. "Davon habe ich in der Nacht geträumt. Was wir in diesem Jahr bisher geschafft haben, ist unglaublich", erinnerte der 29-jährige Engländer, der sich nun auch in der WM in einer besseren Position wähnt.

"Die Dinge haben sich geändert. Aber wir wollen als Team Erster und Zweiter werden, also haben wir auch noch etwas zu arbeiten."

Für Hamilton ist es sein zweiter Singapur-Triumph nach 2009. Im Finish musste er allerdings hart darum kämpfen, weil sich seine Verfolger nach einer Safety-Car-Phase Mitte des Rennens einen dritten Boxenstopp sparten.

Hamilton musste alles aus seinem überlegenen Mercedes herauskitzeln, fuhr der Konkurrenz phasenweise mehr als zwei Sekunden pro Runde davon.

Lauda begeistert

Dennoch fiel der Brite, der vor zwei Wochen auch schon in Monza triumphiert hatte, nach seinem letzten Reifenwechsel hinter Vettel zurück, schnappte sich den vierfachen Weltmeister aber wenig später auf der Strecke.

"Was Lewis in den letzten Runden herausgeholt hat, war einzigartig", lobte Lauda. "Die Red Buller waren uns hinten dran."

Für Singapur-Spezialist Vettel bedeutete Rang zwei immer noch das beste Saisonergebnis. Der Titelverteidiger hatte zuletzt dreimal in Serie im asiatischen Stadtstaat gewonnen.

"Mit den Reifen hadere ich immer noch ein bisschen. Aber der Speed ist da, wir sind auf einem guten Weg", meinte Vettel, der erst zum zweiten Mal in dieser Saison im Ziel vor Ricciardo landete.

Früher als geplant

Vettel hielt im Schlussabschnitt mit abgefahrenen Reifen dem Druck seines Teamkollegen und auch dem von Fernando Alonso stand. Der Ferrari-Star musste sich trotz starken Starts mit Rang vier zufriedengeben musste.

Die Safety-Car-Phase, die notwendig geworden war, um herumliegende Teile nach einer Kollision zwischen Sergio Perez (Force India) und Adrian Sutil (Sauber) zu entfernen, hatte die Strategien einiger Piloten durcheinandergewirbelt.

Der Grand Prix wurde zudem eine Runde früher beendet als geplant, weil die Zwei-Stunden-Marke erreicht war. Der Franzose Jean-Eric Vergne überzeugte hinter Williams-Pilot Felipe Massa mit Platz sechs für Toro Rosso.

Das nächste Rennen geht in zwei Wochen in Suzuka in Japan über die Bühne. Beim WM-Finale Ende November in Abu Dhabi werden doppelte Punkte vergeben.

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