Renn-Abbruch nach Bianchi-Crash

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Hamilton siegt in Japan, aber große Sorge um Bianchi

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Lewis Hamilton hat am Sonntag den Formel-1-Grand-Prix von Japan gewonnen.

Der britische Mercedes-Pilot setzte sich im Regenrennen in Suzuka vor seinem deutschen Teamkollegen Nico Rosberg durch.

Der Grand-Prix wurde nach einem schweren Unfall des französischen Marussia-Piloten Jules Bianchi abgebrochen, das Ergebnis nach 44 der eigentlich 53 geplant gewesenen Runden gewertet.

Hamilton baut WM-Vorsprung aus

Die Ränge drei und vier gingen an die beiden Red-Bull-Piloten Sebastian Vettel (GER) und Daniel Ricciardo (AUS).

In der WM hat Hamilton, der bereits das dritte Rennen in Serie gewann, seinen Vorsprung auf Rosberg auf zehn Punkte ausgebaut. Das 16. von 19 Saisonrennen findet am kommenden Sonntag in Sotschi statt.

Der Start ins Rennen erfolgte aufgrund des starken Regens - erstmals seit Kanada 2011 - hinter dem Safety Car.

Als der Grand Prix dann freigegeben wurde, hatte Pole-Position-Mann Rosberg von Anfang an Probleme, seinen Verfolger Hamilton in Schach zu halten.

Sorge um Bianchi am Podium

Das entscheidende Überholmanöver gelang Hamilton dann in der 29. Runde, in der Folge fuhr er ungefährdet dem Sieg entgegen.

"Nach dem Überholmanöver hat mir das Rennen viel Spaß gemacht. Aber jetzt bin ich sehr besorgt wegen Bianchi", meinte Sieger Hamilton.

Im Finish des Rennens rutschte zunächst Sauber-Pilot Adrian Sutil von der regennassen Piste. Ein Bergungsfahrzeug rückte aus, um Sutils Boliden zu entfernen.

Der nachkommende Bianchi rutschte dann ebenfalls von der Strecke und krachte in den Bagger. Als Sutils Wagen geborgen wurde, herrschte nur Gelb- aber keine Safety-Car-Phase - auch nach Ansicht Sutils eine diskussionswürdige Entscheidung.

Sutil: "Denke, Situation ist kritisch"

TV-Bilder gab es vom folgenschweren Crash zunächst nicht zu sehen. Der Marussia-Pilot Bianchi wurde mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht, da der Hubschrauber aufgrund des starken Regens nicht fliegen konnte. Bianchi war laut Angaben des Weltverbands FIA ohne Bewusstsein.

"Ich denke, die Situation ist kritisch", sagte Augenzeuge Sutil. "Ich bin in Gedanken bei ihm", betonte der Deutsche. Bianchi nahm in Japan zum 34. Mal an einem Grand Prix teil.

Der 25-Jährige stammt aus dem Fahrerprogramm von Ferrari. Für Marussia fährt Bianchi seit der vergangenen Saison.

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