Rosberg sticht Hamilton aus

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Rosberg sticht Hamilton im Stallduell aus

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Nico Rosberg startet auch in Kanada aus der Pole-Position.

Der Mercedes-Pilot sicherte sich zwei Wochen nach seinem Coup von Monaco am Samstag in Montreal auch die beste Startposition für den siebenten WM-Saisonlauf.

Seinen in fast allen Trainings dominierenden Teamkollegen Lewis Hamilton hängte der WM-Führende um 79 Tausendstel ab. Dritter wurde Weltmeister Sebastian Vettel im Red Bull.

Wie erwartet: Mercedes auf 1 und 2

Bei 25 Grad Luft- und über 40 Grad Streckentemperatur fuhren die Top-Teams auf dem Circuit Gilles Villeneuve zunächst auf den härteren Soft-Reifen die schnelleren Zeiten. Als es ans spannende Eingemachte ging, waren aber auf dem Power-Kurs doch die Supersofts gefragt. Die siebente Mercedes-Pole im ebensovielten Qualifying war erwartet worden.

Bis dahin hatte der nach sechs Läufen in der WM nur vier Punkte hinter Rosberg liegende Hamilton die Trainings beherrscht. Der 29-jährige Engländer, der in Kanada schon drei Mal gewonnen hat, musste in der entscheidenden Phase aber erneut Rosberg den Vortritt lassen. Hatte der knapp jüngere Deutsche in Monaco noch eine kontroversielle Bestzeit erzielt, lief diesmal alles sauber ab.

"Ein fantastischer Tag"

"Stark, wie sich das ausgegangen ist. Ich habe mich bisher übers Wochenende tierisch gesteigert, ein fantastischer Tag", freute sich Rosberg über seine siebente Pole, die erste in Kanada. Dass er auf diesem Kurs noch nie besser als Fünfter war, solle seinen sechsten GP-Sieg, den dritten in dieser Saison, nicht verhindern. "Das ist nur Statistik."

In Monaco hatte Rosberg nach vier Hamilton-Siegen in Folge aus der Pole den Lauf seines Teamkollegen gestoppt und die WM-Führung übernommen. Am Pfingstsonntag (20.00 Uhr MESZ/RTL, Sky) fährt er gegen einen Trend, denn noch nie hat heuer einer der beiden überlegenen Mercedes-Piloten als WM-Führender gewonnen. Kann Rosberg auch diese Serie beenden, würde er auch als Leader zum nächsten GP in Österreich kommen.

Hamilton kurz und bündig

Wie in Monaco erzielte Rosberg gleich im ersten Umlauf von Q3 Bestzeit. "Natürlich hilft es zu wissen, dass du führst", sagte Rosberg. Hamilton war weniger entzückt und bemerkte nur knapp: "Ich freue mich für das Team und dass wir wieder die erste Reihe haben."

Im Gegensatz zu den Ferraris präsentierten sich auf dem Hochgeschwindigkeits-Kurs in Montreal die ebenfalls von Mercedes-Motoren angetriebenen Williams im Qualifying in Top-Form. Die Plätze vier für Valtteri Bottas und fünf für Felipe Massa sagten alles.

Vettel schneller als Ricciardo

Positiv fiel auch die Bilanz von Vettel aus. Mit einer starken letzten Runde pushte sich der Vorjahressieger trotz seines nach wie vor vorhandenen Motoren-Handicaps mit allerdings schon fast sieben Zehntel Rückstand auf Platz drei. Damit punktete er auch im teaminternen Duell gegen Neuzugang Daniel Ricciardo (6.), der ihm bisher den Rang abgelaufen hatte.

"Dabei war der Beginn der Runde gar nicht gut. Danach habe ich mehr riskiert und es hat funktioniert", stellte der Weltmeister fest. Auch wenn dies das Maximum gewesen sei, habe er Hoffnung für Sonntag, sagte Vettel, der liebend gerne den siebenten Mercedes-Sieg und deren sechsten Doppelerfolg in Folge verhindern möchte.

Nach vier WM-Titeln in Folge blickt der Deutsche nach sechs Rennen und nur einem Podestplatz (3. in Malaysia) aber auf den schlechtesten Saisonstart seiner Karriere bei Red Bull Racing. "Aber das Rennen ist lang. Von Platz drei ist alles drin und die Strategie könnte einige Überraschung bringen", hofft Vettel. Er habe sich trotz des PS-Nachteils vorgenommen, so nahe wie möglich an den Mercedes dran zu bleiben. "Um die Chance zu wahren, sie zu attackieren."

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