Streit um Teamorder nach Vettel-Sieg

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Weltmeister Sebastian Vettel entschied den dramatischen Grand Prix in Malaysia für sich und fuhr damit seinen ersten Saisonsieg sowie seinen 27. Erfolg insgesamt ein.

Mark Webber auf Platz zwei sorgte für die maximale Punkteausbeute für Red Bull, allerdings war er extrem sauer auf seinen deutschen Teamkollegen, da dieser ihm - entgegen der Teamorder - den Sieg wegschnappte.

Nach dem Rennen entschuldigte sich Vettel bei Webber: "Er hat versucht, das Auto zu schonen. Es hätte mir klar sein müssen. Ich habe doch großes Risiko genommen, um vorbeizuziehen." Dieser entgegnete: "Wir sollten die Reifen schonen und nicht gegeneinander kämpfen. Ich habe den Motor runtergedreht."

Streitlustig

Teamchef Christian Horner steht vor keiner leichten Herausforderung, die Wogen nun glätten zu müssen: "Wir setzen uns in Ruhe zusammen und werden darüber diskutieren. Wir wollen nicht unbeachtet lassen, dass wir 43 Punkte geholt und eine fantastische Teamleistung gezeigt haben."

Hinter den Red-Bull-Piloten kamen mit den beiden Mercedes-Piloten Lewis Hamilton und Nico Rosberg ebenfalls zwei Teamkollegen auf Rang drei und vier, hier beachtete Rosberg allerdings die Stallorder und überholte Hamilton nicht, obwohl er der Schnellere war. Felipe Massa (Ferrari) wurde Fünfter.

200.GP-Feier entfällt

Fernando Alonsos hatte bei seinem 200. Grand-Prix-Start keine lange Freude, beim Start touchierte er Vettels Auto und beschädigte dabei seinen Front-Flügel.

Obwohl er die Chance gehabt hätte, in die Box zu gehen, fuhr er weiter. In der zweiten Runde löste sich der Flügel, er fuhr über ihn drüber und schied aus.

Auch bei Force India gab es große Probleme: Zunächst patzte die Crew gleich mehrfach bei den Boxenstopps, ehe die Autos gänzlich streikten und beide Piloten - Paul Di Resta und Adrian Sutil - schließlich ausschieden.

Räikkönen mit Problemen

Australien-Sieger Kimi Räikkönen fuhr zweimal kurz neben der Strecke, fiel zwischenzeitlich auf Platz 12 zurück und lieferte sich in den letzten Runden einen packenden Kampf mit Nico Hülkenberg, den der Finne für sich entscheiden konnte.

Der "Iceman" fuhr als Siebter ins Ziel, der Deutsche kam auf Rang acht an. Romain Grosjean wurde Sechster, Sergio Perez Neunter und Jean-Eric Vergne schaffte einen sehr guten zehnten Platz, der den ersten Punkt für Toro Rosso in der Konstrukteurs-WM bedeutete.

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