Nico Rosberg holt zweite Pole in Folge

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Die erste Startreihe im Formel-1-Grand-Prix von Spanien glänzt silbern.

Mercedes fuhr auf dem Circuit de Catalunya die dritte Pole Position in Serie ein - und das auf überlegene Art und Weise.

Nico Rosberg startet am Sonntag (14.00 Uhr/live ORF eins, RTL und Sky) neben seinem Teamkollegen Lewis Hamilton von Platz eins. Die Favoriten sind ob des hohen Reifenverschleiß der Mercedes aber andere.

Vettel zufrieden

Also war Weltmeister Sebastian Vettel auch mit seinem dritten Platz sehr zufrieden.

Es könnte die "Pole Position" in einem eigenen Rennen sein - jenem gegen seine schärfsten WM-Rivalen Kimi Räikkönen und Fernando Alonso, die unmittelbar hinter ihm landeten.

"Wenn man sich die Rundenzeiten ansieht, die die Mercedes im Qualifying aufgeschlagen haben, war das unser Optimum", meinte Vettel.

Druck lastet auf Alonso

Mehr als drei Zehntelsekunden verlor der Red-Bull-Star auf Rosberg, erhielt aber dennoch Sonderlob von seinem Motorsportchef Helmut Marko: "Das war eine ganz, ganz außerordentliche Runde von Sebastian, eigentlich optimal."

Als Dritter startet Vettel wie Alonso von der sauberen Seite des Kurses.

Den Druck sieht Marko beim Spanier, der in der WM bereits 30 Punkte hinter Spitzenreiter Vettel liegt. "Von der psychologischen Seite her ist es sehr schwierig für ihn."

Lokalmatador beruhigt

Seit Juli 2012 ist Alonso nicht mehr auf Pole gestanden - für sein Heimrennen hatte er als Mitfavorit darauf gegolten.

"Wir wissen, dass wir bei den Longruns besser aussehen", beruhigte Alonso. "Unsere Zeit kommt am Sonntag."

Geheimfavorit ist Räikkönen mit seinem besonders reifenschonenden Lotus. Der Finne ist mit zehn Punkten Rückstand Vettels erster WM-Verfolger. Neben Alonso steht dessen Ferrari-Teamkollege Felipe Massa. Mark Webber im zweiten Red Bull landete auf Rang acht.

Vorsichtige Freude

Über Startplatz eins lächelte Rosberg, wie er es zuletzt schon in Bahrain getan hatte.

Mit der zweiten Pole Position in dieser Saison zog der Deutsche mit Landsmann Vettel gleich, trat aber sofort auf die Euphoriebremse. "Es ist ein Motivationsschub, aber wir müssen vorsichtig sein. In Bahrain war ich auch auf Pole, aber im Rennen ist gar nichts mehr gegangen."

Platz neun lautete das enttäuschende Endergebnis, Hamilton wurde zumindest Fünfter.

Hamilton erkennt Rosbergs Leistung an

Der Brite hatte lange Zeit auch das Qualifying in Montmelo dominiert, war im ersten und im zweiten Abschnitt jeweils der Schnellste. Im Finale knallte dann aber Rosberg in 1:20,718 Minuten die schnellste Runde in den dank 21 Grad und Sonnenschein relativ heißen Asphalt.

"Das ist kein Problem, Nico war einfach schneller", sagte Hamilton. "Unsere Sorge ist der Abbau der Reifen." Der hat sich in den vergangenen Rennen bei Mercedes besonders gezeigt.

Auch in den freien Trainings bekundeten die Silberpfeile in den Longruns Probleme. "Man soll sich nicht schlecht reden, aber ich fürchte mich ein bisschen vor einem Deja-vu von Bahrain", gestand Motorsportchef Toto Wolff. "Die Ein-Runden-Performance stimmt, jetzt müssen wir schauen, ob sie auch im Rennen stimmt."

Reifen unvorhersehbar

Viel deutet nicht darauf hin, dass Mercedes die Leistung auch im Rennen bestätigen kann. Wolff: "Die Reifen sind so unvorhersehbar, ich halte mich mit Aussagen zurück."

Auf jeden Fall ist der Umgang mit den sensiblen Pirelli-Pneus weiterhin der Schlüssel zum Erfolg.

In Katalonien ist der körnende Abrieb ("Graining") besonders stark - im Gegensatz zum Vorjahressieger. Pastor Maldonado kam im Williams - das Traditionsteam ist in dieser Saison noch punktlos - nicht über Startplatz 18 hinaus.

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