Webber wettert gegen Grosjean

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Webber ist wütend auf Grosjean

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Mark Webber war nach Rang neun im Grand Prix von Japan sichtlich erregt.

Nachdem der Australier in der Startphase von Lotus-Pilot Romain Grosjean "abgeschossen" worden war, musste der von Platz zwei gestartete 36-Jährige Routinier bereits früh seine Hoffnungen auf einen Spitzenplatz in Suzuka begraben.

"Ich habe nicht gesehen, was am Start passiert ist, aber es wurde mir bestätigt, dass es wieder der 'Erste-Runde-Spinner' (first-lap nutcase, Anm.) war", sagte Webber über den in dieser Hinsicht schon mehrfach negativ aufgefallenen Franzosen Grosjean in einem Sky-Interview.

"Während der Rest von uns darum kämpft, jedes Wochenende ordentliche Resultate zu erreichen, versucht er in jedem Rennen, so schnell wie möglich in die dritte Kurve zu kommen. (...) Vielleicht braucht er einen weiteren Urlaub."

Kollisionen am Fließband

Mit dem letzten Satz spielte der WM-Fünfte, dem nun schon 60 Punkte auf WM-Spitzenreiter Fernando Alonso fehlen, auf die Absenz von Grosjean im Italien-GP in Monza an.

Damals hatte der gebürtige Schweizer eine Sperre für ein Rennen absitzen müssen, nachdem er in Belgien in der Startphase einen bösen Unfall verursacht und Ferrari-Star Alonso "abgeschossen" hatte.

Laut Webber ist Grosjean gefordert, seine gefährlichen Aktionen endlich selbstkritisch zu sehen. "Das war heute eindeutig sein Fehler. Wie viele Fehler kannst du machen, wie oft kannst du denselben Fehler bei Unfällen in der ersten Runde machen. Das ist eigentlich ziemlich beschämend für ihn auf diesem Niveau", betonte Webber.

Red-Bull-Teamchef Christian Horner hatte "vollstes Verständnis für den Ärger von Mark" und sprach von einer "absolut inakzeptablen" Fahrweise von Grosjean.

Grosjean gesteht Fehler

"Ich glaube, das war bereits der siebente Zwischenfall, in den er in diesem Jahr verwickelt war. Das muss einmal angesporchen werden, auch von seinem Team, denn es ist ja nicht nur gefährlich für die anderen, sondern hat ihn, sein Team und die unschuldigen Opfer enorm viele Punkte gekostet. Aber am meisten besorgt mich der Umstand, dass er scheinbar nicht aus seinen Fehlern lernt", sagte Horner.

"Es war ein dummer Fehler", gestand Grosjean. Auch Mercedes-Pilot Nico Rosberg war von dem Unfall betroffen und schied nach einer Kollision mit Williams-Mann Bruno Senna aus.

Grosjean erhielt zwar eine Boxen-Durchfahrtsstrafe mit zehn Sekunden Standzeit, das war Red-Bull-Motorsport-Berater Helmut Marko zu wenig. Der Steirer forderte eine Sperre von bis zu drei Rennen.

Reumütig bat Grosjean nach dem Rennen Webber um Verzeihung. "Wir werden uns hinsetzen und schauen, was wir in den nächsten Rennen anders machen können", versprach der Franzose Besserung.

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