Alonso trotz WM-Führung vor Ungarn-GP vorsichtig

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70 Rennrunden auf dem 4,4 Kilometer langen Hungaroring trennen die Formel-1-Piloten noch von der fünfwöchigen Sommerpause.

Für Fernando Alonso soll der Sonntag in Mogyorod nahe Budapest ein ganz besonderer werden.

Am 31. Geburtstag will der Spanier mit dem 31. Grand-Prix-Sieg einen weiteren Schritt Richtung Titel machen.

Führung vor Red Bull

Zur WM-Halbzeit, nach zehn der 20 Rennen, führt der Ferrari-Star die Wertung deutlich an, die Red-Bull-Piloten Mark Webber und Sebastian Vettel folgen mit bereits 34 und 44 Punkten Rückstand auf den Rängen zwei und drei.

"Es gibt keinen Grund, pessimistisch zu sein. Ich erwarte auch in Budapest ein starkes Rennen von uns", sagte Alonso, der in Sepang, Valencia und auf dem Hockenheimring bereits drei Saisonsiege eingefahren hat.

Der Weltmeister der Jahre 2005 und 2006 weiß aber, dass Red Bull und McLaren eigentlich die schnelleren Autos haben. "Diese Tatsache vergesse ich ganz sicher nicht."

Zuverlässigkeit statt Speed

Deshalb bremst auch Ferraris Teamchef Stefano Domenicali die Euphorie in der "Scuderia": "Wir wissen, dass wir noch viel Arbeit vor uns haben. Denn wir sind nach wie vor nicht die Schnellsten."

Dafür ist die Zuverlässigkeit des F2012-Boliden derzeit das große Plus von Ferrari. Alonso landete als einziger Pilot des WM-Feldes in allen zehn bisherigen Saisonrennen in den Top Ten (5., 1., 9., 7., 2., 3., 5., 1., 2., 1.), damit hat er bereits 22 Grand Prix in Folge stets gepunktet.

Alonso hat am 24. August 2003 auf dem Hungaroring den ersten Formel-1-Erfolg seiner Karriere gefeiert. Damals war er 22 Jahre alt und avancierte zum jüngsten Sieger der Geschichte. Als Rekordhalter abgelöst wurde Alonso 2008 vom damals 21-jährigen Vettel.

Ungarn weißer Fleck für Vettel

Vier Jahre später ist Vettel - so wie Alonso - zweifacher Weltmeister, einen Sieg in Ungarn hat der Deutsche aber noch nicht auf dem Konto. In den vergangenen beiden Jahren startete Vettel zwar jeweils aus der Pole Position, am Ende schauten dann aber "nur" die Plätze drei und zwei heraus.

In der laufenden WM musste Vettel bereits einige ärgerliche Rückschläge wegstecken. Zuletzt auf dem Hockenheimring wurde er als Strafe für ein verbotenes Überholmanöver gegen Jenson Button vom zweiten auf den fünften Platz zurückgereiht.

Vettel will nichts verschenken

"Wir werden darauf achten, nichts mehr zu tun, was unsere Platzierung auch nur irgendwie gefährden würde", sagte Vettel, der ab sofort nichts mehr zu verschenken hat.

"Wichtig für uns ist jetzt, dass wir uns durch den kleinen Rückschlag nicht entmutigen lassen dürfen", betonte der Doppelweltmeister.

Nach den kühlen und teilweise nassen Wochenenden in England und Deutschland wird es für die Formel 1 nun wieder heiß. Fürs Wochenende sind in der Region Budapest mehr als 30 Grad Celsius angesagt.

"Das wird wieder ein heißes Rennen. Man darf gespannt sein, wie die Autos bei diesen Bedingungen funktionieren", meinte Vettels australischer Teamkollege Webber.

McLaren in Ungarn traditionell stark

Das mit Abstand erfolgreichste Team der vergangenen Jahre in Ungarn war McLaren. Von den jüngsten sieben Rennen auf dem Hungaroring, der traditionell auch von tausenden österreichischen Fans gestürmt wird, gewannen die "Silberpfeile" fünf - 2005, 2007, 2008, 2009 und 2011.

Vorjahressieger Jenson Button und Lewis Hamilton wollen diese eindrucksvolle Bilanz weiter aufpolieren. Das ist auch notwendig, um in der WM wieder halbwegs auf Tuchfühlung mit der Spitze zu kommen.

Button und Hamilton zuversichtlich

"Es spricht einiges dafür, dass wir auch diesmal ein gutes Ergebnis holen werden", sagte Button, der wie Alonso seinen Debütsieg in Ungarn (2006) gefeiert hat.

Hamilton schied vergangenen Sonntag in Deutschland aus und hofft diesmal auf mehr Glück: "Im Leben ist es manchmal wie beim Würfeln: vergangene Woche hatte ich nur eine Zwei, jetzt hoffe ich wieder auf eine Sechs."

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