Hamilton hält sich Räikkönen vom Leib

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Lewis Hamilton hat sein perfektes Formel-1-Wochenende in Ungarn gekrönt.

Nach Trainingsbestzeiten in den freien Trainings am Freitag und im Qualifying am Samstag war der Engländer im McLaren-Mercedes auch im Rennen am Sonntag nicht zu schlagen.

Hamilton fuhr einen Start-Ziel-Sieg ein und feierte den 19. Grand-Prix-Triumph seiner Karriere, den dritten nach 2007 und 2009 auf dem eher langsamen und kurvenreichen Hungaroring.

Für McLaren war es bereits der sechste Sieg in den jüngsten acht Ungarn-Rennen.

Duell mit Räikkönen

Hamilton am meisten unter Druck gesetzt hat Kimi Räikkönen. Der finnische Lotus-Pilot belegte mit 1,032 Sekunden Rückstand Platz zwei, Räikkönens französischer Stallkollege Romain Grosjean wurde Dritter.

Der deutsche Weltmeister Sebastian Vettel (Red Bull) folgte auf Rang vier, direkt dahinter belegte der spanische WM-Leader Fernando Alonso (Ferrari) Platz fünf.

Alonsos Ausgangslage in der WM blieb ausgezeichnet. Der zweifache Weltmeister führt nach 11 von 20 Rennen mit 164 Punkten souverän vor dem in Mogyorod nahe Budapest nur achtplatzierten Red-Bull-Australier Mark Webber (124). Dahinter lauern dicht gedrängt Vettel (122), Hamilton (117) und Räikkönen (116).

Budapest bleibt McLaren-Land

Hamiltons Ungarn-Sieg ist ein weiterer eindrucksvoller Beweis für die völlige Unberechenbarkeit in der WM-Saison 2012. Vor einer Woche auf dem Hockenheimring war Hamilton noch überrundet worden.

"Das war ein fantastisches Rennen. Das gesamte Team hat hart gearbeitet, wir hatten wieder tolle Boxenstopps. An solchen Tagen muss man zu hundert Prozent fokussiert sein", jubelte Hamilton, der aber auch gestand: "Auf einer Strecke mit mehr Überholmöglichkeiten hätte das Ergebnis möglicherweise anders ausgeschaut."

Dem 27-Jährigen kommt die Sommerpause bis zum nächsten Rennen am 2. September in Spa-Francorchamps/Belgien gar nicht so gelegen. "Ich kann die zweite Saisonhälfte kaum erwarten. Wir haben gezeigt, dass wir vorne dabei sind", sagte Hamilton.

Beide Lotus am Podest

Räikkönen fuhr zum bereits fünften Mal in seiner Comeback-Saison auf das Stockerl, einem Sieg hetzt der Finne aber noch hinterher. "Wir sind weiter in der Spitze mit dabei.

Platz zwei ist aber nicht ganz genug für mich. In den ersten paar Runden hatten wir Probleme mit dem KERS, danach hatten wir einen guten Speed. Wir werden weiter angreifen und irgendwann auch den ersten Sieg holen", meinte Räikkönen, der seinen Teamkollegen Grosjean auch dank eines harten Rad-an-Rad-Manövers in Schach hielt.

"Wir haben es mit beiden Autos aufs Podium geschafft, da darf man zufrieden sein", erklärte Lotus-Teamchef Eric Boullier.

RBR nicht mit optimaler Strategie

Für Vettel lief das Rennen von Anfang an nicht nach Wunsch, sein Angriff auf den zweitplatzierten Grosjean endete mit dem Rückfall auf Rang vier. Damit waren die Siegchancen so gut wie dahin.

Denn es entwickelte sich von Beginn an ein von Taktik geprägtes Rennen. Nahezu alle Fahrer bemühten sich, die Reifen nicht zu sehr zu beanspruchen, Überholmanöver gab es wie so oft in Ungarn kaum.

"Wir können heute nicht ganz zufrieden sein", betonte Vettel. Der 25-Jährige wartet nicht nur weiter auf seinen ersten Sieg im Monat Juli, sondern auch auf seinen zweiten Saisonsieg.

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