Vettel mit Trainings-Bestzeit in Valencia

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Sebastian Vettel hat am Freitag im ersten freien Training für den Grand Prix von Europa mit der Tagesbestzeit seine Anwartschaft auf den dritten Valencia-Sieg in Folge angemeldet.

Der 24-jährige Doppelweltmeister fuhr am Nachmittag bei schwierigen, weil windigen und rutschigen Bedingungen mit 1:39,3344 Minuten die schnellste Hafenrunde vor Außenseiter Nico Hulkenberg (Force India) und dem japanischen Geheimfavoriten Kamui Kobayashi im Sauber.

Ein paar Zwischenfälle

Vettel stieg angesichts der ungewohnten Konstellation gleich auf die Verbal-Bremse. "Die Zeiten sind nicht wirklich aussagekräftig. Gut war, dass wir den ganzen Tag keine Probleme hatten", sagte der deutsche Red-Bull-Fahrer.

Wahrend am Vormittag der nach seinem Barcelona-Coup ziemlich abgemeldet gewesene Venezolaner Pastor Maldonado im Jachthafen von Valencia mit seiner Williams-Bestzeit überrascht hatte, taten sich am Nachmittag die Piloten bei etwas weniger Wind leichter.

Dennoch gab es durch den auf die Strecke gewehten Sand einige Verbremser und auch einen heftigen Einschlag des spanischen Lokalmatadors Pedro de la Rosa im HRT.

Knappe Abstände

Während Michael Schumacher als Vierter mit seinem Mercedes auch vorne mitmischte, probierten Ferrari und Fernando Alonso mehr als alle anderen Teams den ganzen Tag Teile und verschiedene Strategien aus. Allerdings lagen die Top-Ten innerhalb von nur sechs Zehntel Sekunden.

Waren am Freitag gegenüber dem Vortag die Temperaturen auf mäßige 25 Grad zurückgegangen, wird für das Wochenende wieder extrem heißes Wetter erwartet. Damit wird auch das Reifenmanagement ein noch größeres Kriterium im Kampf um die Podiumsplatze.

"Es ist schwer, ein genaues Urteil zu fällen. Aber wir haben gesehen, dass der weichere Reifen auf einer Runde sicher der schnellere ist. Das heißt noch nicht, dass er auch der bevorzugte am Sonntag ist", erklärte Vettel, der wie Teamkollege Mark Webber ein neues Heck am RB8 ausprobierte.

"Noch keine Prognose wagen"

Denn, das erwartet auch Vettel, am Renntag wird es um einiges heißer sein. "Heute war es ja mit 25 Grad überraschend kühl", notierte der Weltmeister. "Es kann sich noch vieles ändern, deshalb möchte ich noch keine Prognose wagen", hielt sich Vettel einen Tag vor der Qualifikation für die Startaufstellung noch zurück.

Dem Valencia-Doppelsieger, der am Sonntag die Serie von sieben Rennen mit sieben verschiedenen Siegern beenden und erster Zweifach-Gewinner der Saison werden möchte, ist klar: "Es wird eine Hitzeschlacht und der Schlüssel sind sicher die Reifen. Das Rennen ist lang. Wer mit den Reifen am besten haushält und am Ende die schnellsten Zeiten in den Asphalt brennen kann, wird stark und am Ende vorne dabei sein."

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