Duell zwischen McLaren und Red Bull zeichnet sich ab

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Red Bull und McLaren sind auch im Grand Prix von Japan die Teams, die es zu schlagen gilt.

Diesen Eindruck haben die freien Trainings am Freitag bestätigt. Waren die McLaren von Jenson Button und Lewis Hamilton am Vormittag noch die Schnellsten, markierte Red-Bull-Pilot Mark Webber am Nachmittag in 1:32,493 Sekunden Tagesbestzeit.

Teamkollege und Weltmeister Sebastian Vettel landete hinter Hamilton auf Rang drei.

Schumacher fliegt ab

Rekordweltmeister Michael Schumacher flog einen Tag nach seiner Rücktrittsankündigung im Mercedes nach einem Fahrfehler im "Spoon Corner" von der Strecke, blieb aber unverletzt.

"Ich habe mich schon zu sehr auf die Kurve vor mir konzentriert und bin mit einem Rad in den Schmutz gekommen", erklärte der 43-Jährige, der sich nach einem dreijährigen Comeback mit Saisonende endgültig aus der Königsklasse verabschiedet.

Reaktionen schmeicheln Schumi

Von den Reaktionen auf seinen Rückzug, die vornehmlich Bedauern ausdrückten, zeigte sich Schumacher geschmeichelt.

"Ich finde es schön, dass man mir immer noch zutraut, dass ich das hinbekomme", betonte der siebenfache Weltmeister und 91-fache Grand-Prix-Sieger.

In seiner zweiten Karriere hat es Schumacher lediglich heuer in Valencia einmal auf das Podest geschafft. Bei Mercedes wird er kommende Saison von Hamilton ersetzt.

Hamilton erwartet "enges Qualifying"

Der Brite scheint auch in Suzuka der erste Herausforderer von Red Bull zu sein. McLaren will seine Getriebeprobleme überwunden haben, die Button in der Startaufstellung wegen eines Tausches fünf Plätze kosten werden.

Schumacher muss wegen seines Unfalls in Singapur gar zehn Plätze zurück.

"Es wird ein sehr enges Qualifying", versprach Hamilton. "Ich fühle mich wohl mit dem Auto. Mit einer optimalen Runde hätte ich die Zeit von Mark unterbieten können."

Webber spielt Stärke herunter

Webber spielte die Überlegenheit der Bullen herunter, deren von der Konkurrenz beäugter Frontflügel vom Automobil-Weltverband (FIA) in Suzuka ebenso abgenommen worden ist wie jener von McLaren.

"Niemand dominiert im Moment", versicherte der Australier. Vettel hat das allerdings in den vergangenen Jahren getan.

Zwei der drei jüngsten Rennen in Japan hat der Weltmeister gewonnen, alle davon aus der Pole Position in Angriff genommen.

Vettel sieht keinen Favoriten

"Bis jetzt kann man keinen wirklichen Favoriten ausmachen", meinte Vettel vor dem Qualifying am Samstag (7.00 Uhr).

29 Punkte fehlen dem 25-jährigen Deutschen nach seinem zweiten Saisonsieg in Singapur nur noch auf WM-Leader Fernando Alonso, dessen Ferrari der Konkurrenz derzeit etwas hinterherzuhinken scheint.

Der Spanier landete im Training sechs Zehntelsekunden hinter Webber auf Rang fünf.

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