Maldonado voran, Schumacher crasht

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Der Deutsche Michael Schumacher hat einen Unfall kurz vor dem Ende des zweiten Trainings zum Grand Prix von Deutschland am Freitag unverletzt überstanden.

Der siebenmalige Weltmeister stieg nach dem Einschlag in die Reifenbarriere im Motodrom aus seinem ziemlich demolierten Mercedes aus und winkte den Zuschauern zu.

Schumacher war viereinhalb Minuten vor dem Ende der Session auf dem Hockenheimring beinahe frontal in einen Reifenstapel geprallt.

Er drehte sich und krachte danach mit dem Heck in die Barriere. Der Grund für den Unfall war zunächst nicht bekannt.

Maldonado sticht im Nassen

Pastor Maldonado aus Venezuela fuhr im zweiten Durchgang die Bestzeit auf dem 4,574 Kilometer langen Kurs. Der Williams-Pilot war in 1:27,476 Minuten um 0,088 Sekunden schneller als Nico Rosberg im zweiten Mercedes. Der deutsche Titelverteidiger Sebastian Vettel belegte im Red Bull in 1:27,902 Minuten Rang drei.

Kurz vor dem zweiten Training hatte es stark geregnet. Wegen der nassen Piste kamen die Piloten nicht mehr an ihre Zeiten vom Vormittag heran, als McLaren-Pilot Jenson Button in 1:16,595 Minuten die schnellste Zeit gefahren war.

M-Spitzenreiter Fernando Alonso kam im Ferrari nach Platz drei im ersten Training am Nachmittag nur auf Rang 20.

Vettel vorne mit dabei

Der Spanier geht mit 29 Punkten Vorsprung auf Titelverteidiger Vettel in den 10 von 20 WM-Läufen. Dieser Rückstand beunruhigt den Deutschen aber nicht. "Die Saison ist noch lang, da kann noch viel passieren", sagt Vettel und misst diesem Rückstand keine große Bedeutung bei.

Dass er vor dem zehnten Saisonlauf am Sonntag mit bisher 100 Punkten nicht einmal halb so viele Zähler wie zum gleichen Zeitpunkt im Vorjahr (204) sammeln konnte, belastet Vettel auch nicht allzu sehr. "104! Das ist natürlich ein Unterschied", räumte der Red-Bull-Pilot immerhin leicht überrascht ein.

"Konkurrenz ist stark"

"Letztes Jahr war natürlich unglaublich. Dieses Jahr sind wir zweimal nicht ins Ziel gekommen, die Konkurrenz ist stark, es ist eine verzwickte Saison."

Für Vettel verläuft 2012 gleich doppelt verzwickt. Seine Dominanz aus dem Vorjahr ist dahin. Da führte er vom Saisonstart an. Dieses Jahr stand der 25-Jährige nur einmal an der Spitze.

Zudem liegen Alonso (129 Punkte) und - was noch mehr schmerzt - sein Red-Bull-Teamkollege Mark Webber (116) klar vor ihm. "Das will noch nichts besagen", wiegelte Vettel indes ab. "Ich fühle mich so gut wie im Vorjahr."

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