Button sorgt für Trainings-Bestzeit

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Die Konkurrenz ist groß. Und sie hat Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel vor dem Grand Prix von Spanien den Kampf angesagt.

Ex-Weltmeister Jenson Button im McLaren erzielte am Freitag im freien Training für den Europa-Auftakt auf dem Circuit de Catalunya in Montmelo bei Barcelona Tagesbestzeit.

Red-Bull-Star Vettel landete in beiden Trainingssessions auf Platz zwei und hofft auf eine Wiederholung seines Vorjahressieges.

Knackpunkt Reifen

Im Mittelpunkt stand einmal mehr der Reifenverschleiß. "Es haben alle ein bisschen zu kämpfen. Die Reifen über die Distanz zu bringen, wird der Schlüssel sein", erklärte Vettel vor dem fünften Saisonrennen, das den fünften verschiedenen Sieger erleben könnte.

Hinter Nico Rosberg im Mercedes und Lewis Hamilton im zweiten McLaren unterstrichen die Lotus-Piloten Kimi Räikkönen und Romain Grosjean mit den Rängen fünf und sechs ihre Rolle als Geheimfavoriten.

Button nicht glücklich

"Lotus sieht extrem stark aus", sagte Button. Der Engländer war zwar auf eine Runde schnell, hatte aber mit der härteren und damit standfesteren Reifenmischung zu kämpfen, die im Rennen primär zum Einsatz kommen wird.

"Selbst wenn sie neu waren, haben sich die Reifen angefühlt, als wären sie schon 20 Runden alt", erklärte der gar nicht so glückliche Trainingsschnellste.

"Wenn wir das nicht in den Griff bekommen, haben wir ein Problem."

Die Nase weiter oben

Die neuen Teile am McLaren, darunter eine höher angesetzte Nase, scheinen aber zu funktionieren. "Was die Zeit betrifft, sind wir vorne dabei", bestätigte Hamilton bei 29 Grad und strahlendem Sonnenschein.

"Ich habe ein gutes Gefühl." Mit vier Punkten Rückstand auf Vettel ist der Brite dessen erster WM-Verfolger.

Das Feld liegt aber enorm eng beisammen. Selbst der WM-Fünfte Fernando Alonso im Ferrari ist nur zehn Punkte zurück.

Ferrari nur hinterher

Für Alonso reichte es nur zu Platz 14. Am Vormittag im ersten Training war der Lokalmatador noch der Schnellste gewesen, dabei aber über eine Sekunde langsamer als Button am Nachmittag.

Ferrari brachte nach den Tests vergangene Woche in Mugello einen runderneuerten F2012 an den Start.

Mit sieben neuen Bauteilen habe die zuletzt nicht konkurrenzfähige Scuderia insgesamt eine halbe Sekunde pro Runde gefunden, berichtete die "Gazzetta dello Sport".

Webber erwischt schlechte Runde

Alonsos Teamkollege Felipe Massa kam dennoch nicht über die Plätze zwölf und elf hinaus. Vettels Stallgefährte Mark Webber, mit fünf Punkten Rückstand WM-Dritter, landete nach einem Dreher ins Kiesbett auf Rang sieben - unmittelbar vor Rekordweltmeister Michael Schumacher im zweiten Mercedes.

Zwischen den Red-Bull-Piloten lag eine halbe Sekunde.

"Man hat auf dem weichen Reifen nur eine Chance", meinte Webber, in den beiden vergangenen Jahren auf Pole Position. "Meine Runde war nicht perfekt."

Bottas überrascht

Sauber fuhr erstmals mit dem Logo des Fußball-Klubs und neuen Partners Chelsea auf dem Auto. Der Japaner Kamui Kobayashi kam damit in der ersten Session auf Platz drei.

Die wahre Sensation war in dieser aber der Finne Valtteri Bottas, der bei Williams anstelle von Bruno Senna ins Cockpit durfte.

Der 22-Jährige überzeugte mit Rang fünf nicht nur seinen österreichischen Fahrermentor Alexander Wurz, sondern auch Teammitbesitzer Christian "Toto" Wolff.

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