Flashback: Sperrstund' is'

Aufmacherbild
 

Gewinner, Zitate, Zahlen - LAOLA1-Flashback

Aufmacherbild
 

Ein Pünktchen fehlt Sebastian Vettel noch auf den WM-Titel.

Nicht erst dank seines Sieges in Singapur am Sonntag ist die Weltmeisterschaft längst gelaufen.

Hamilton und Massa warfen die Nerven weg, Michael Schumacher sein Auto.

Im LAOLA1-Flashback rollen wir das Wochenende noch einmal auf. Hier erfährst du, wer überzeugen konnte und wer besser zuhause geblieben wäre.

Außerdem: Ein großer Abwesender und eine kuriose Debatte.

Gewinner des Rennens

1.) Sebastian Vettel: Allmählich gehen einem die Superlative für den Deutschen aus. Also machen wir es kurz: Pole Position, Sieg und quasi jüngster Doppel-Weltmeister aller Zeiten. Jagt Mansells Quali- und Schumis Saisonsieg-Rekord. Noch Fragen?

2.) Jenson Button: Aktuell die klare Nummer 2 in der Grid. Zum vierten Mal in Folge am Podest, erneut ein fehlerfreies Rennen und nun der letzte verbliebene "Konkurrent" von Vettel.

3.) Force India: Vijay Mallyas indische Truppe war in Singapur hinter dem Top-Trio viertbestes Team. Paul di Resta (6.) und Adrian Sutil (8.) sorgten für das bislang punkteertragreichste Rennen der Inder in dieser Saison. Im Kampf um WM-Platz 6 bei den Konstrukteuren konnte man sich damit von Sauber und Toro Rosso absetzen.

Verlierer des Rennens

1.) Lewis Hamilton: Ein weiteres Horror-Wochenende für den Champion von 2008. Legte sich in Quali und Rennen mit Felipe Massa an, mit dem er sich danach bei einem Interview in die Haare bekam. Nun geht es für den Briten nur noch darum, WM-Platz 5 irgendwie noch zu verbessen.

2.) Michael Schumacher: 283 Rennen auf dem Buckel, und dennoch passiert dem siebenfachen Champion so ein Anfängerfehler. Zu dicht aufgefahren, zu spät gebremst, heftig abgeflogen. Dabei hatte er noch Glück, hätte er doch beinahe seinen Teamkollegen Nico Rosberg noch mitgenommen.

3.) Lotus-Renault: Die franko-britische Truppe ist völlig weg vom Fenster! Keine Chance auf Q3, keine Chance auf die Top-10 und auch noch eine Geldstrafe wegen eines Funk-Malheurs mit Bruno Senna, das zu einem kleinen Unfall führte. Damit blieb man zum dritten Mal binnen vier Rennen punktelos.

Missgeschick der Woche: Kerb-Befestigung

Da war wohl eine Schraube locker! Nach vier Ausgaben des Singapur-GPs dürften einige Materialien schon etwas abgenutzt sein. Am Freitag beschädigten schon die Porsche des Carrera-Cups die locker befestigten Kerbs, für die F1 wurden dann sogar einige Bauteile abmontiert, weil sie den Belastungen nicht stand hielten.

Kuriosum der Woche: Sperrstunde

In der F1 ist die Box für alle Beteiligten von neun bis drei Stunden vor einer Session tabu, um die Mechaniker vor zu vielen Überstunden zu schützen. Ob des späten Beginns in Singapur tappten gleich mehrere Teams in die Sperrstunden-Falle: Toro-Rosso-Teamchef Franz Tost kam ebenfalls zu früh zur Arbeit wie Marketing-Mitarbeiter von Red Bull, Mercedes und Virign. Die Joker (vier Mal pro Saison darf man die Sperrstunde missachten) bekamen zumindest die drei letztgenannten Teams von der FIA wieder zurück.

Abwesender der Woche: Dietrich Mateschitz

Zugegeben, der Red-Bull-Boss steht nicht gerne im Rampenlicht. Den Gewinn eines WM-Titels würde Mateschitz aber wohl schon gerne mit seinem Rennstall feiern. Auf einen Trip nach Singapur verzichtete der 67-Jährige allerdings. Klar, die Chance, dass Vettel schon in Singapur Champion wird, war eher gering, aber man weiß ja nie... Ob Mateschitz nach Suzuka kommt?

Die Zahlen zum Rennen

0 - Anzahl der Führungswechsel. Vettel auf Pole Position, Vettel als Erster im Ziel. Dazwischen gönnte er nicht einmal während der Boxenstopps einem seiner Gegner eine Führungsrunde.

4 - Anzahl der bishergen Ausgaben an Singapur-GPs. Ebenso viele verschiedene Konstrukteure konnten dort bereits gewinnen. 2008 Renault, 2009 McLaren, 2010 Ferrari und 2011 Red Bull.

88,29 - So viel Prozent der maximal zu erreichenden Punktzahl hat Vettel auf dem Konto. Damit liegt er auf Rekord-Kurs, Schumacher holte 2002 "nur" 84,21 Prozent.

17.500 - Betrag (in US-Dollar), den die Rennleitung nach dem GP an Strafzahlungen einhob. 10.000 kamen von Team Lotus wegen des "Unsafe Release" von Kovalainen beim Vettel-Stopp, 7.500 von Lotus-Renault, die Bruno Senna kurz vor einem leichten Crash mit Perez "nicht ausreichend über die korrekte Position im Feld" informierten.

Michael Höller

Zum Seitenanfang»
Mehr zum Thema

LAOLA Meins - Tags folgen