Force India tritt im Training ab

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Sicherheitsbedenken: Force India lässt Training aus

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So sicher, wie sich die FIA die Lage in Bahrain vorgestellt hatte, dürfte sie wohl doch nicht sein.

Zumindest Force India zog es am Freitag vor, seine Mitarbeiter vor Einbruch der Dunkelheit sicher in den Quartieren zu wissen. Der indische Rennstall verzichtete deshalb auf ein Antreten im 2. freien Training.

Stattdessen wurden die Boliden von Paul di Resta und Nico Hülkenberg unmittelbar nach der Vormittags-Session bereits in der Qualifying/Renn-Abstimmung aufgebaut.

 "Aus logistischen Gründen"

Offiziell lies Force India verlautbaren: "Aus logistischen Gründen fährt das Team ein verändertes Programm. Daraus resultiert, dass man das zweite Training auslassen wird um die wettbewerbsfähigste Performance für FP3, Qualifying und Rennen sicherzustellen."

Der wahre "logistische Grund" sind aber die Sicherheitsbedenken des Rennstalls. Am Donnerstag landete ein Molotov-Cocktail nur wenige Meter von einem Fahrzeug voller Force-India-Mitarbeiter.

Britische Journalisten hatten schon während des ersten Trainings über ein vorzeitiges Abtreten Force Indias gemutmaßt. Die TV-Kameras und Fotografen fingen sogar Bernie Ecclestone ein, der bei Teammanager Bob Fernley intervenieren wollte.

Wie der britische BBC-Journalist Andrew Benson twitterte, habe Ecclestone sogar angeboten, das Ende des Arbeitstages der Force-India-Mitarbeiter abzuwarten und mit diesen persönlich und uneskortiert zum Hotel zu fahren. Der indische Rennstall entschloss sich dennoch zur vorzeitigen Abreise.

Auch bei Sauber ein Vorfall

Der Vorfall mit Force India am Donnerstag soll nicht der einzige gewesen sein: Wie BBC berichtet, hatten auch Sauber-Mitarbeiter am Weg ins Hotel eine Begegnung mit Maskierten, die Molotov-Cocktails in den Händen gehalten haben sollen.

Und was sagt Bernie Ecclestone dazu? "Ich kann dieses Rennen nicht absagen. Das alles hat nichts mit den Rennen zu tun. Wir haben Vereinbarungen hier zu sein und deshalb sind wir auch hier", sagt der Brite im Paddock.

"Nur die nationale Sportkommission kann bei der FIA vorstellig werden und das Rennen absagen lassen", fügte er hinzu.

Die Sicherheitsmaßnahmen um die Strecke sind indes spürbar verstärkt worden. Auf der Autobahn zum 30 Kilometer von der Hauptstadt Manama entfernten Kurs war am Freitag ein deutlich größeres Polizeiaufgebot im Einsatz als am Vortag. Zudem waren mehrere Straßensperren eingerichtet.

Rosberg am schnellsten

Gefahren wurde am Freitag in Bahrain übrigens auch: Über die Bestzeit im Training durfte sich Nico Rosberg freuen.

Der frischgebackene GP-Sieger setzt sich in seinem Mercedes vor den beiden Red-Bull-Piloten Mark Webber (+0,446 Sek.) und Sebastian Vettel (+0,709) durch. Lewis Hamilton, am Vormittag noch Schnellster, stellt seinen McLaren auf Rang vier.

Das Qualifying ist für Samstag, 13 Uhr MESZ angesetzt.

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