Hamilton siegt im Ferrari-Mekka

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Hamilton siegt vor starkem Perez

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Lewis Hamilton gewinnt den Grand Prix von Italien.

Der Brite feiert aus Pole Position den 20. GP-Erfolg seiner Karriere.

Er klettert mit seinem dritten Saisonsieg in der WM-Wertung vom fünften auf den zweiten Platz und ist nun erster Verfolger von Fernando Alonso, der bei Ferraris Heim-Rennen Rang drei belegt.

Perez rast auf das Podest

Sensationell auf Platz zwei fährt Sergio Perez, der nur von Rang zwölf ins Rennen gestartet war.

Im Gegensatz zu den Piloten in den vorderen Reihen startet der Mexikaner auf der härteren Mischung und kann im ersten Stint länger draußen bleiben. Nach seinem Stopp in der 29. Runde kämpft er sich von Rang acht auf zwei und lässt dabei auch die Ferrari von Alonso und Felipe Massa, der Vierter wird, stehen.

An der Spitze verteidigte Hamilton am Start souverän seine Führung, Massa eroberte Platz zwei von Spa-Sieger Jenson Button im zweiten McLaren.

In Runde neun sorgte eine Woche nach dem Horror-Crash von Spa diesmal Toro-Rosso-Fahrer Jean-Eric Vergne für eine kurze Schrecksekunde. Der Bolide des Franzosen brach bei knapp 300 Stundenkilometern plötzlich aus, stieg in die Luft und krachte dann in eine Werbetafel.

"Ich habe Rückenschmerzen", meldete der ansonsten anscheinend unverletzte Vergne via Boxenfunk.

Vettel duelliert sich mit Alonso

An der Spitze tat sich zunächst wenig, bis Button nach 18 Runden wieder zu Massa aufschloss und sich nach wenigen Kurven vorbeizwängte. Der Brasilianer steuerte seinen Ferrari kurz darauf an die Box, danach folgten Vettel und Alonso.

Haarscharf konnte der deutsche Red-Bull-Fahrer seine Position gegen den Gesamtführenden behaupten, dicht hintereinander kam das Duo zurück auf die Strecke - und das hinter einem Pulk anderer Autos.

Mit einiger Mühe schlängelten sich Vettel und Alonso durch das Feld, dann griff der Ferrari-Star an. Doch der Deutsche fuhr Kampflinie, Alonso rauschte ins Gras. "Jetzt ist es genug", funkte der Asturier wütend.

Button rollt aus

Zwei Runden später konnte sich Vettel dann nicht mehr wehren und musste Alonso ziehen lassen. Damit nicht genug: Die Rennleitung verdonnerte Vettel für sein Manöver zu einer Durchfahrtstrafe.

Durch die Strafe rutschte Vettel auf Rang neun zurück. Vorne büßte Button eine Woche nach seinem beeindruckenden Erfolg in Spa wohl endgültig alle Titelchancen ein, als sein McLaren in der 33. Runde mit technischen Problemen auf der Zielgeraden ausrollte. Das Ferrari-Duo Massa und Alonso rückte damit auf die Plätze zwei und drei vor.

Wenig später funkte Massas Renningenieur an den Südamerikaner: "Denk an deine Reifen, Fernando ist hinter dir." Nach ein paar weiteren Kilometern zog Alonso vorbei. Die Tifosi hofften nun sogar, dass ihr Liebling noch den führenden Hamilton angreifen könnte.

Sauber erneut Strategie-Meister

Doch sie hatten nicht mit dem Mexikaner Perez gerechnet. Der Sauber-Pilot hatte dank einer perfekten Strategie am Ende das schnellste Auto und schnappte sich Alonso noch.

Für den Spanier war das nicht ganz so schlimm, weil kurz vor dem Ende Vettel als sein ärgster Verfolger sein Auto abstellen musste. In die verbleibenden sieben Rennen ging er nun mit einem dicken Polster.

Nach der Siegerehrung zog Interviewer Niki Lauda den Hut vor Perez, der zum dritten Mal nach Malaysia (2.) und Kanada (3.) aufs Podest gefahren war. Im Mittelpunkt stand aber natürlich Alonso.

"Es war ein schwieriges Rennen. Aber wir hatten das schnellste Auto an diesem Wochenende und damit genug Speed, sagte der Spanier, der wegen eines Defekts die sichere Pole verpasst hatte und nur von Platz zehn gestartet war. "Letztlich war es ein perfekter Sonntag, denn der Sieg war außer Reichweite."

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