Vettel siegt eindrucksvoll, Alonso scheidet aus

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Die Formel 1 ist fünf Rennen vor Schluss wieder extrem spannend: Red-Bull-Star Sebastian Vettel feierte am Sonntag in Suzuka einen souveränen Start-Ziel-Sieg und liegt nach dem 15. Saisonlauf nur noch vier Punkte hinter dem spanischen WM-Spitzenreiter Fernando Alonso, der in Japan nach einer Startkollision mit seinem Ferrari bereits nach wenigen Sekunden ausgeschieden war.

"Das war ein unglaubliches Wochenende, einfach perfekt. Besser kann es gar nicht laufen. Ich habe jede einzelne Runde hier genossen", betonte Doppel-Weltmeister Vettel.

"Wenn man nachts träumt, dann träumt man davon, so ein Auto zu fahren. Die Balance war fantastisch. Hoffentlich geht es jetzt so weiter."

Überraschungen hinter Vettel

Vettels 24. GP-Triumph, sein bereits dritter auf seiner Lieblingsstrecke in Japan und in dieser Saison nach Bahrain und zuletzt in Singapur, war in keiner Phase des Rennens gefährdet.

Hinter dem überlegenen Pole-Mann landeten mit mehr als 20 Sekunden Rückstand überraschend der Brasilianer Felipe Massa im Ferrari und der japanische Lokalmatador Kamui Kobayashi im Sauber auf den weiteren Stockerlplätzen.

"Yes baby! Yes baby!", frohlockte Vettel bereits nach der Zieldurchfahrt via Boxenfunk. Neben dem 25-Jährigen, der als erst dritter Fahrer nach seinem deutschen Landsmann Michael Schumacher und der argentischen F1-Legende Juan Manuel Fangio drei WM-Titel en suite in der Motorsport-Königsklasse gewinnen will, strahlten aber auch die beiden anderen Podestmänner bei der Siegerehrung.

Massa zurück, Kobayashi erstmals am Podest

Der 31-jährige Routinier Massa, der nur von der zehnten Position ins Rennen gestartet war, schaffte es mit Platz zwei erstmals seit seinem dritten Rang am 24. Oktober 2010 im Südkorea-Debütrennen in Yeongam, wo die WM bereits am kommenden Sonntag fortgesetzt wird, aufs Podium.

Und für Kobayashi war es überhaupt eine Premiere. "Erstmals auf dem Podest - und dann auch noch in Japan, das ist fantastisch", lautete die erste Reaktion des 26-Jährigen.

Kobayashi ist erst der dritte Japaner, der es in der Formel 1 aufs Podium geschafft hat: Der erste war 1990 in Suzuka Aguri Suzuki mit Rang drei in einem Lola-Lamborghini des französischen Larrousse-Teams, der zweite BAR-Honda-Pilot Takuma Sato als Dritter im US-GP 2004 in Indianapolis gewesen.

Zweite Nullnummer von Alonso

So sehr sich Massa über seinen Spitzenplatz freute, bedauerte er aber auch den Ausfall seines Teamkollegen. "Schade, dass Fernando nicht mit mir hier auf dem Podest stehen kann." Der Spanier flog schon in der ersten Kurve nach einer Berührung mit dem Lotus von Kimi Räikkönen von der Strecke.

"Es war ein Reifenschaden, entstanden durch einen Kontakt mit Kimis Frontflügel, durch den sich Fernando gedreht hat", teilte Ferrari auf Twitter die Ursache für das Out des WM-Leaders mit. Massas starke Vorstellung im Rennen "macht das, was mit Fernando passiert ist, umso bedauerlicher".

Wieder Ärger mit Grosjean

Der Finne Räikkönen konnte das Rennen im Gegensatz zu Alonso zwar fortsetzen, kam aber am Ende nicht über Rang sechs hinaus. In der WM ist er nun 37 Zähler hinter Alonso Dritter.

Ein Opfer der harten Positionskämpfe in der turbulenten Startphase, die sogar eine kurze Safety-Car-Phase zur Folge hatte, wurde auch Vettels australischer Teamkollege Mark Webber, dessen RB8-Bolide nach einem "Abschuss" durch den französischen Lotus-Piloten Romain Grosjean beschädigt wurde.

Der schon mehrfach negativ aufgefallene "Renn-Rowdy" Grosjean fasste dafür zwar eine Durchfahrtsstrafe mit zehn Sekunden Standzeit aus, doch Webber fiel durch den für die Reparatur notwendig gewordenen Boxenstopp weit zurück und musste sich mit Rang neun begnügen.

Rekordchampion Michael Schumacher verpasste im Mercedes vier Tage nach seiner Rücktrittserklärung per Saisonende als Elfter knapp die Punktreänge.

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