Historische Pole Position für Mercedes und Rosberg

Aufmacherbild
 

Der Deutsche Nico Rosberg hat am Samstag das Qualifying für den sonntägigen Grand Prix von China (Start: 9.00 Uhr MESZ dominiert.

Der 26-jährige Sohn des finnischen Ex-Weltmeisters Keke Rosberg markierte am Samstag im Qualifying mit 1:35,121 Minuten überlegene Bestzeit und schaffte damit die erste Pole Position seiner Karriere.

Vettel nicht auf Top-Speed

Weltmeister Sebastian Vettel kam dagegen im Red Bull nicht über Rang elf hinaus.

Der 24-jährige Deutsche schaffte erstmals seit dem 17. Oktober 2009 in Sao Paulo nicht den Sprung in die letzte Quali-Phase der Top Ten. Am Ende fehlten ihm 49 Tausendstelsekunden auf den finalen Kampf um die beste Startposition.

"Es war extrem eng und hat leider nicht gereicht. Ich würde es jetzt aber nicht aufs Auto schieben, denn ich war eigentlich zufrieden mit dem Set-Up und mit meiner Runde", lautete Vettels erster Kommentar. Er hatte sich nach den Erfahrungen vom Freitag-Training für das alte Auspuffsystem entschieden.

Schumacher erbt erste Reihe

Sein australischer Teamkollege Mark Webber (+1,169) landete auf Rang sieben und startet am Sonntag durch die Rückversetzung des im Qualifying zweitplatzierten Engländers Lewis Hamilton (+0,505), in dessen McLaren vor dem China-Wochenende das Getriebe getauscht wurde, von Platz sechs in das dritte Saisonrennen.

Durch die Bestrafung Hamiltons erstrahlt Reihe eins auf dem Shanghai International Circuit ganz in Silber, da Rekordchampion Michael Schumacher (0,570) Dritter wurde.

"Absoluter Hammer, erste Pole - gigantisches Gefühl", frohlockte Rosberg, der er mit einer "Superrunde" seinem Mercedes-Werksteam die erste Pole Position seit dem Italien-Grand-Prix am 11. September 1955 bescherte.

Silberne Nostalgie

Damals war der legendäre Argentinier Juan-Manuel Fangio mit dem "Silberpfeil" auch im Rennen nicht zu schlagen gewesen. Der Italiener Piero Taruffi hatte als Zweiter sogar für einen Mercedes-Doppelerfolg ausgerechnet im Ferrari-Heimrennen in Monza gesorgt.

"Das wird es diesmal nicht geben, da müssten wir schon das gesamte Rennen hinter dem Safety-Car fahren", meinte ein sichtlich stolzer Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug im Scherz.

Denn im Rennen lief es für die Silbernen aufgrund von Reifenproblemen bisher überhaupt nicht nach Wunsch, lediglich Rekordweltmeister Michael Schumacher holte bisher als Zehnter zuletzt vor drei Wochen in Malaysia einen WM-Punkt.

Zurückhaltung für Sonntag

Deshalb war die Erwartungshaltung im Mercedes-Team für Sonntag entsprechend zurückhaltend. "Es ist sehr schwierig, Prognosen fürs Rennen anzustellen. Ich bin aber überzeugt, dass wir Fortschritte machen werden."

"Es hängt auch von den Bedingungen ab. Wenn es so wie heute kälter ist, könnte uns das entgegenkommen, da funktionieren unsere Reifen besser", erklärte etwa Rosberg.

Hinter den Mercedes-Boliden starten am Sonntag der japanische Sauber-Pilot Kamui Kobayashi und der finnische Ex-Weltmeister Kimi Räikkönen im Lotus, Australien-Sieger Jenson Button folgt im McLaren erst auf Platz fünf neben Webber.

Hoffen auf Regen

WM-Leader und Ferrari-Star Fernando Alonso, der zuletzt in Malaysia siegte, erging es ähnlich schlecht wie Vettel, als Neunter steht der Spanier in Reihe fünf unmittelbar vor dem Doppelweltmeister.

"Es ist zwar ein langes Rennen und damit viel drinnen, aber natürlich tut man sich von Startplatz elf schwer", wusste Vettel, dass auf ihn ein harter Sonntag zukommt. Aktuell liegt der Titelverteidiger in der WM mit 17 Punkten Rückstand auf Alonso nur auf Rang sechs.

Der Spitzenreiter hoffte indes wie zuletzt in Sepang auf Regen, da er dann aufgrund seiner fahrerischen Qualitäten mit dem technisch unterlegenen Ferrari sogar um den Sieg mitfahren kann.

Zum Seitenanfang»
Mehr zum Thema

LAOLA Meins - Tags folgen