Alonso regiert als Regen-König in Hockenheim

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WM-Spitzenreiter Fernando Alonso hat am Samstag seinen Ruf als aktueller "Regenkönig" der Formel 1 untermauert.

Der Ferrari-Star aus Spanien erzielte im Qualifying für den Deutschland Grand Prix auf dem Hockenheimring in 1:40,621 Minuten im dritten und letzten Quali-Abschnitt überlegene Bestzeit und schnappte damit Lokalmatador und Weltmeister Sebastian Vettel (Red Bull) die "Pole" weg.

Dabei hatte Alonso im Finish aufgrund der Nässe sogar für eine Unterbrechung plädiert.

Vettel nicht zufrieden

"Es war absolut am Limit", betonte Alonso nach der 22. "Pole" seiner Karriere und zweiten in dieser Saison, nachdem er vor einer Woche bereits in Silverstone im Dauerregen die Pole Position erobert hatte.

"Natürlich waren es für alle dieselben Bedingungen, aber manchmal ist es besser, die Verhältnisse zu überprüfen. Denn es ist nicht leicht, wenn man mit 280, 290 km/h in eine Kurve fährt und dann Aquaplaning hat."

Auch Vettel sprach die schwierigen Bedingungen an. "Es sind teilweise Flüsse über die Strecke verlaufen. Wir wollten natürlich hier auf Pole stehen, doch Alonsos Strategie mit einem Boxenstopp im letzten Quali-Abschnitt war ein bisschen besser. Es ist aber bei diesen Verhältnissen auch immer eine Lotterie. Du kannst das Auto bei so einem Aquaplaning verlieren, ohne einen Fehler zu machen", erklärte der 25-jährige Deutsche.

Schumacher erbt von Webber

Vettel war in seiner vorletzten schnellen Runde auf seinen Teamkollegen Mark Webber, der Dritter wurde, aber wegen eines Getriebewechsels in der Startaufstellung auf Platz acht rückversetzt wird, aufgelaufen.

Webber war wiederum vom vor ihm fahrenden Venezolaner Pastor Maldonado im Williams aufgehalten worden. "Im Finish ist es für uns ein bisschen unglücklich gelaufen", merkte Red-Bull-Motorsportdirektor Helmut Marko an.

Alonso machte dagegen alles richtig. "Wir haben den letzten Abschnitt strategisch gut gemeistert. Nach dem Boxenstopp habe ich mit einem frischen Reifensatz noch die Pole geholt", lautete das zufriedene Resümee des Asturiers, der am Sonntag in einer Woche - also genau am Tag des Ungarn-GP - seinen 31. Geburtstag feiert.

Wetter am Sonntag besser

Dass die Meteorologen für Sonntag besseres Wetter versprechen, war Alonso relativ egal.

"Wir hatten bisher ein eigenartiges Wochenende. Wir haben schon alle möglichen Verhältnisse vorgefunden und bereits alle drei Reifentypen eingesetzt. Mein Auto hat sich aber immer gut angefühlt, deshalb bin ich optimistisch für das Rennen", meinte Alonso, der in der WM vor dem zehnten Saisonlauf 13 Punkte vor Webber liegt.

Vettel, mit 29 Zählern Rückstand WM-Dritter, glaubt, "dass der Start auf der Innenseite" ein Vorteil für ihn sein könnte.

Webber ist selbstbewusst

Für Webber heißt es dagegen von Beginn weg volle Attacke, wobei auch für den 35-jährigen Routinier die Wetterverhältnisse am Renntag keine allzu große Rolle spielen.

"Unser Auto ist stark bei allen Verhältnissen", sagte der Australier. McLaren hatte dagegen im Regen erneut Probleme, kamen doch die englischen Ex-Weltmeister Jenson Button und Lewis Hamilton im Qualifying nicht über die Ränge sieben bzw. acht hinaus, nachdem sie am Freitag im ersten Freien Training auf trockener Strecke noch dominiert hatten.

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