"Das ist unheimlich, das ist Perfektion"

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Red Bull dominiert die laufende Formel-1-Saison - vor allem im Qualifying und vor allem in Person von Sebastian Vettel.

Der Deutsche hat elf von 14 Pole Positions geholt, sein Teamkollege Mark Webber die restlichen drei.

"Das ist unheimlich, das ist Perfektion"

Für den dreifachen Weltmeister Niki Lauda ist die Überlegenheit des österreichisch-englischen Rennstalls keine Momentaufnahme, schon gar kein Zufallsprodukt.

"Das ist nicht unheimlich, das ist Perfektion", erklärte der 62-jährige Wiener am Samstag in Singapur.

Standfestigkeit beeindruckt

Der Red-Bull-Bolide war schon in den beiden vergangenen Jahren schnell.

Standfestigkeits-Probleme hätten Vettel im Vorjahr aber beinahe seinen ersten WM-Titel gekostet. 2011 läuft die Maschine wie ein Uhrwerk.

Der Titelverteidiger hat immer das Ziel gesehen, war als Vierter nur einmal nicht auf dem Podest.

"Dass sie nie ausfallen, ist überhaupt die wahre Sensation", meinte Lauda. "Normalerweise gibt es immer irgendwo ein kleines Problem."

"Schwierigste Strecke überhaupt"

Wie das Auto fährt auch Vettel fehlerlos. Die Pole für das Nachtrennen holte er mit Leichtigkeit, war in allen Quali-Phasen der Schnellste. "Seine Leistung war einmalig", sagte Lauda.

"Das ist die schwierigste Rennstrecke überhaupt, sie verzeiht nicht einmal den geringsten Fehler. Die Mauern sind noch näher als in Monte Carlo." Im Qualifying sei die Belastung sogar höher als im Rennen, weil die Fahrer in jeder Kurve an die Grenzen gehen müssen.

"Nichts und niemand kann ihn aufhalten"

Für Vettel sei das alles kein Problem. "Er ist unheimlich fokussiert", erklärte Lauda.

"Für ihn ist das nur das Abrufen seiner Leistung, das ist außergewöhnlich." Den Fokus hat der Weltmeister auch durch die anhaltenden Rechenspiele um seine bevorstehende erfolgreiche Titelverteidigung nicht verloren.

"Nichts und niemand kann ihn aufhalten", versicherte Lauda. "Das ist aber schon seit einem halben oder einem dreiviertel Jahr so."

Webber kann Entscheidung nur verschieben

Die WM-Entscheidung ist schon am Sonntag in Singapur möglich.

Verpatzen könnte sie aber ausgerechnet Webber, der neben Vettel von Platz zwei startet.

"Er verpatzt sie nicht, sondern er verschiebt sie nur", betonte Lauda. "Es ist klar, dass Vettel Weltmeister wird." Zur Not eben erst beim nächsten Rennen in zwei Wochen in Japan.

Die Ausgangslage sei für den 24-Jährigen sogar ideal. "Durch den Teamkollegen droht ihm in der ersten Kurve keine Gefahr", erinnerte Lauda.

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