Gewinner, Zitate, Zahlen - LAOLA1-Flashback

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Vettel, Vettel und nochmal Vettel. Es gab an diesem Wochenende in den Schlagzeilen eigentlich nur einen Namen zu lesen.

Der Deutsche machte die ausständigen vier Saisonrennen endgütlig zur langweiligen Draufgabe einer von ihm nach Belieben dominierten Saison.

Red Bull gab sich anschließend in Geberlaune, während der "Big Boss" wieder nicht den Weg nach Asien fand.

Im LAOLA1-Flashback rollen wir das Wochenende noch einmal auf. Hier erfährst du, wer überzeugen konnte und wer besser zuhause geblieben wäre.

Zusätzlich gibt es die Zahlen zum Rennen und die Tränen der Woche:

Gewinner des Rennens

1.) Sebastian Vettel: Der Weltmeister-Titel ist im Trockenen, auch wenn Rang drei in Suzuka das zweitschlechteste Ergebnis Vettels in dieser Saison ist. Dennoch waren alle Kameras an diesem Wochenende die meiste Zeit auf den Deutschen gerichtet.

2.) Michael Schumacher: Endlich durfte der Rekordweltmeister wieder ein Rennen anführen! Erstmals seit seinem Comeback verzeichnete er, wenn auch nur aufgrund der späten Boxenstopps, insgesamt drei Führungsrunden. In der WM-Wertung hat er nur noch drei Punkte Rückstand auf Teamkollegen Nico Rosberg.

3.) Jenson Button: Saisonsieg Nummer drei, Rang zwei in der WM wird immer wahrscheinlicher. Auch abseits der Piste lief es für den Briten: Am Mittwoch teilte McLaren mit, dass Buttons Vertrag "für mehrere Jahre" verlängert wurde.

Verlierer des Rennens

1.) Lewis Hamilton: Neuerlich nicht am Podest, wieder ein Scharmützel mit Felipe Massa und in der WM weiter an Boden auf die Top-4 verloren. Dem Briten, seit fünf Rennen nicht mehr am Podest,droht die schlechteste Saison seiner Karriere.

2.) Nico Rosberg: Der Deutsche läuft Gefahr, in der WM hinter Teamkollegen Michael Schumacher zurück zu fallen. Wegen eines Technik-Defekts nur aus der letzten Reihe gestartet, holte er im Rennen zwar bis auf Rang 10 auf. Dennoch schmolz sein Vorsprung auf Schumacher - bereits zum dritten Mal in den letzten vier Rennen.

3.) Williams: Der britische Traditions-Rennstall hängt im Niemandsland fest. Frank Williams wird sich wohl damit abfinden müssen, in der Team-WM nur die punktelosen Jung-Teams Lotus, Virgin und HRT hinter sich lassen zu können. Vielleicht hätte man Nico Hülkenberg doch nicht so einfach ziehen lassen sollen...

Spendierhose der Woche: Red Bull

Red Bull weiß zu feiern und zeigte sich in der Stunde des Triumphes auch in Geberlaune. Bei McDonald's durften alle, die am Sonntag mit "Wir sind Weltmeister!" bestellten, eine Gratis-Dose Red Bull in Empfang nehmen. Besitzer des PS3-Spiels "Gran Turismo 5" dürfen sich noch bis Ende der Woche den von Adrian Newey exklusiv für dieses Spiel designten "Red Bull X2010" kostenlos downloaden.

Tränen der Woche: Norbert Vettel

Die Familie Vettel dürfte recht nahe am Wasser gebaut sein. Angesichts der umwerfenden Erfolge aber auch wenig verwunderlich. War es im Vorjahr noch Sebastian, der in Abu Dhabi in den Boxenfunk schluchzte, brach diesmal Vater Norbert vor laufenden Kameras ein Interview mit Sky-Reporterin Tanja Bauer wegen eines Freudentränenausbruchs ab.

Abwesender der Woche: Dietrich Mateschitz

Der Red-Bull-Boss war schon vor zwei Wochen nicht nach Singapur gekommen. Auch nach Suzuka schaffte es Dietrich Mateschitz nicht. Er weilte stattdessen in einer Salzburger Berghütte und verfolgte den Erfolg seines Schützlings via TV.

Die Zahlen zum Rennen

7 (Jahre), 114 (Tage) - So lange (vom 10. Oktober gerechnet) hat der jüngste Doppel-Weltmeister der Geschichte Zeit, um sich auch zum jüngsten Dreifach-Champion zu küren. Diesen Rekord hält Ayrton Senna.

24 (Jahre), 98 (Tage) - Sebastian Vettels Alter beim zweiten Titelgewinn - So jung war noch kein F1-Pilot vor ihm bei diesem Triumph.

42 (Jahre), 279 (Tage) - Alter von Michael Schumacher, als er beim Japan-GP in Führung ging. Damit ist er der älteste Pilot seit 31 Jahren (Jack Brabham war 1970 noch älter), der eine volle Führungsrunde bestritt.

86,4 (Prozent) - Vettels Prozentsatz von maximal zu erreichenden Punkten in dieser Saison. Damit ist er (noch) auf Rekordkurs.

Michael Höller

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