Hamilton siegt, Vettel fliegt

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Hamilton nutzt Vettel-Defekt in Abu Dhabi

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Red Bull hat am Sonntag erstmals seit 24. Oktober 2010 auf dem Siegerpodest eines Rennens gefehlt.

Der Mann des Flutlicht-Rennens in Abu Dhabi war Lewis Hamilton. Der britische McLaren-Pilot siegte vor dem Spanier Fernando Alonso (Ferrari) und seinem Landsmann und Teamkollegen Jenson Button.

Die Saison-Dominatoren von Red Bull mussten sich mit Rang vier des Australiers Mark Webber zufriedengeben, der bereits als Weltmeister feststehende Deutsche Sebastian Vettel schied erstmals seit mehr als einem Jahr aus.

Im Saison-Abschlussrennen am 27. November in Brasilien geht es zwischen Button (255 Punkte), Alonso (245) und Webber (233) um Rang zwei in der WM-Wertung.

Hamilton schafft Trendwende

"Das war eines meiner besten Rennen", sagte der 26-jährige Hamilton, der den Sieg als Geburtstagsgeschenk seiner angereisten Mutter Carmen widmete.

"Ich freue mich sehr über diesen Sieg und sehe ihn als einen Schritt, der mir wieder Hoffnung gib", meinte der heuer krisengeschüttelte Weltmeister 2008, der vor einem Monat die Trennung von seiner Langzeitfreundin Nicole Scherzinger von den Pussycat Dolls offiziell bestätigt hat.

Hamilton wird erstmals in seiner Formel-1-Karriere eine Saison hinter seinem Teamkollegen (Button) abschließen wird.

Schluss in Kurve zwei

Vettel ging aus der Pole Position ins Rennen und verteidigte die Führung beim Start auch erfolgreich. Bereits in der zweiten Kurve rutschte der 24-Jährige aber aufgrund eines geplatzten rechten Hinterreifens von der Strecke. Vettel schaffte es zwar mit dem stark ramponierten Boliden an die Box, dort musste er aber dann aufgeben.

"Der Start war perfekt. Eingangs der zweiten Kurve habe ich dann das Auto verloren, ich konnte nichts mehr machen", schilderte Vettel den Abflug. Über die Ursache für den Reifenschaden herrschte bei Red Bull großes Rätselraten. "Wir wissen nicht, warum es so weit kam. Den Reifen anzuschauen ist schwer, weil der überall verteilt ist", meinte Vettel.

Vettel erstmals seit über einem Jahr out

Den Rest des Rennens verfolgte Vettel vom Red-Bull-Kommandostand. "Ich wäre natürlich viel lieber im Auto gesessen. Aber es war auch einmal interessant, das Rennen aus einer anderen Perspektive zu sehen", so Vettel.

Durch den ersten Ausfall seit Südkorea 2010 platzte Vettels Angriff auf Michael Schumachers Rekord von 13 Saisonsiegen im Jahr 2004. Vettel hält vor dem Saisonfinale bei elf ersten Plätzen im Jahr 2011.

Zudem gingen die Serien des Doppel-Weltmeisters von sieben Stockerlplätzen und 19 Rennen in den Punkterängen zu Ende. Und das ausgerechnet an jenem Ort, an dem er vor einem Jahr seinen ersten WM-Triumph perfekt gemacht hat. Als Trost blieb Vettel seine 14. Saison-Pole-Position vom Samstag, mit der er den Saison-Rekord des Briten Nigel Mansell (1992) eingestellt hat.

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