Gewinner, Zitate, Zahlen - LAOLA1-Flashback

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Was für Renn-Wochenende!

Positionskämpfe, Crashes, Promis und am Ende gewann diesmal nicht einmal Sebastian Vettel. Der Deutsche musste sogar einige seiner Rekord-Serien beenden - und das ausgerechnet beim Heimspiel.

Im LAOLA1-Flashback rollen wir das Wochenende noch einmal auf. Hier erfährst du, wer überzeugen konnte und wer besser zuhause geblieben wäre.

Außerdem: Ein schwergewichtiger Zaungast, ein Abflug und eine Befürchtung.

Gewinner des Rennens

1.) Lewis Hamilton: Ein Sieg, mit dem keiner gerechnet hatte! Lewis Hamilton gab nach dem Rennen zu, dass selbst bei McLaren einige vom Triumph am Nürburgring überrascht waren. Ein gutes Qualifying, die nötige Aggressivität und ein guter Umgang mit den harten Reifen im Schluss-Stint machten den Briten zum verdienten Sieger.

2.) Adrian Sutil: Sechs Deutsche nahmen ihr Heimrennen in Angriff, vier holten auch Punkte. Wenig überraschend war Weltmeister Vettel der bestplatzierte Lokalmatador. Dahinter war Adrian Sutil "Best of the Rest". Platz 6 ist sein bestes Ergebnis seit Spa 2010.

3.) Die Zuseher: Den Fans bot sich ein, vor allem in der ersten Rennhälfte, spektakulärer Grand Prix. Dass drei Piloten auf der Strecke innerhalb von einenhalb Sekunden um die Führung kämpfen, sah man schon lange nicht mehr. In Deutschland schalteten 7,7 Millionen ihr TV-Geräte an, in Österreich etwas über 600.000.

Verlierer des Rennens:

1.) Sebastien Buemi: Der Schweizer erwischte ein Horror-Wochenende. Motor-Probleme im 1. Training, Zuseher in der 2. Session. Disqualifikation nach der Qualifikation, weil bei den Reparaturen Verunreinigungen in den Tank gekommen waren. Im Rennen boxte er Nick Heidfeld ins Aus und muss dafür in Ungarn fünf Startplätze zurück.

2.) Mark Webber: Dritte Pole Position, zum dritten Mal kein Sieg. Am Start ließ Mark Webber den späteren Sieger Hamilton ziehen und musste sich im Laufe des Rennens auch noch Fernando Alonso geschlagen geben. Zumindest konnte er seinen Rückstand in der WM um drei Pünktchen verringern.

3.) Lotus-Renault: Nach zwei Podestplätzen zu Beginn der Saison sah Lotus-Renault schon wie der erste Verfolger der "großen Drei" aus. Davon ist nicht mehr viel übrig: Ein 10. Platz von Petrov ist die ganze Ausbeute vom Nürburgring, in den letzten drei Rennen gab es insgesamt nur magere sechs Pünktchen.

  • Zaungast der Woche: Axel Schulz

Der Boxer war Dauergast in der Boxengasse. Leider musste er mitansehen, wie die deutschen Fahrer auf der Strecke ähnlich arg vermöbelt wurde wie er selbst gegen Ende seiner Karriere.

  • Befürchtung der Woche: Nie wieder Nürburgring!

Landes-Politiker stellten schon im Vorfeld des Rennens klar, dass Rheinland-Pfalz dem defizitären Grand Prix künftig nicht mehr zig Millionen zuschießen werde. Prompt machte das Gerücht die Runde, dass womöglich nie wieder in der Eifel gefahren werde. Nach dem Rennen gab Bernie Ecclestone Entwarnung und versicherte, dass er den Nürburgring auch künftig im Kalender haben wolle - auch wenn er finanzielle Zugeständnisse machen müsse.

  • Abflug der Woche: Nick Heidfeld

Nick Heidfelds Heimrennen dauerte gerade einmal zehn Runden. Dann schob ihn Sebastien Buemi unsanft auf den Rasen, wo der Lotus-Renault ordentlich abhob. Gottseidank passierte die Kollision (laut Heidfeld bei Tempo 300) an einer Stelle, wo die Auslaufzone groß genug war.

Die Zahlen zum Rennen

8 - Anzahl der Führungswechsel zwischen Lewis Hamilton, Fernando Alonso und Mark Webber.

11 - Vettel-Serie an Podestplätzen in Folge, die ausgerechnet bei seinem Heimrennen am Nürburgring endete.

13 - Nächste Vettel-Serie, die zu Ende ging. In den letzten 13 Rennen lag er immer zumindest für eine Runde in Führung, nicht so am Nürburgring.

14 - Diese Vettel-Marke endete schon am Samstag. Startplatz 3 bedeutet das erste Verpassen einer ersten Startreihe seit 14 Qualifyings.

59 - Runden, die Mark Webber beim Deutschland-GP vor Sebastian Vettel lag. In den neun Rennen zuvor verbrachte er gerade einmal sechs Umläufe vor dem Weltmeister.

310,4 - Die Höchstgeschwindigkeit im Qualifying - aufgestellt von Michael Schumacher knapp vor Nico Rosberg. Vielleicht sollte Mercedes eher Dragster als Formel-1-Boliden bauen.


Michael Höller

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