Chandhok beim Heim-Rennen doch nur Zuschauer

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Der Traum vom Start beim Heim-Rennen ist geplatzt! Entgegen der ursprünglichen Pläne wird Karun Chandhok beim Debüt des Indien-GP doch nicht im Lotus-Cockpit Platz nehmen.

Das Team setzt im Kampf um Rang 10 in der Konstrukteurs-WM auf die Routine von Jarno Trulli. Chandhok wird, wie schon acht Mal in der laufenden Saison, im ersten freien Training seine Runden drehen dürfen.

Warum Chandhok nicht fährt

"Aus Teamsicht ist das Hauptziel, unsere Performance der letzten beiden Rennen zu erreichen", begründet Teamchef Tony Fernandes in einer Presse-Aussendung. "Auch wenn ich sicher bin, dass es Fans in Indien gibt, die Karun an diesem Sonntag gerne fahren gesehen hätten, müssen wir die beste Entscheidung für die Zukunft des Teams treffen."

"Mussten die schwere Entscheidung treffen"

Aus emotionellen Gründen wäre der Einsatz Chandhoks richtig gewesen.

"Aber wir sind uns bewusst, dass die eingeschränkte Zeit, die in dieser Saison im Auto hatte, nicht die beste Vorbereitung für einen Einsatz ist. Daher mussten wir die schwere Entscheidung treffen, ihn an diesem Wochenende nicht fahren zu lassen."

Druck zu groß

Es sei für das Team „lebensnotwendig“, den zehnten Platz zu behalten.

Chandhok habe sich bei seinen Trainings-Einheiten gut entwickelt: "Aber wir sind der Meinung, dass es für ihn zu viel Druck wäre, bei seinem ersten Heimrennen zu fahren, mit all der Aufmerksamkeit zurechtzukommen und dann noch über das gesamte Wochenende dem Niveau unserer gewöhnlichen Rennfahrer zu entsprechen.“

Enttäuschung bei Chandhok

Die Enttäuschung beim 27-jährigen Lokalmatadoren ist groß: „Natürlich bin ich enttäuscht, dass ich beim ersten Indien Grand Prix nicht in der Startaufstellung stehen werde“, so Chandhok gegenüber Autosport.

„Jeder weiß, das wichtigste und emotionalste Rennen für jeden Fahrer ist das Heimrennen und in meinem Fall gilt das besonders.  Ich war in das Projekt involviert, seit es ein leeres Stück Land war.“

Die Begeisterung in Indien vor der Premiere sei groß: "Ich habe in den vergangenen zwei Tagen 28 Interviews gegeben.“

Langfristiger Plan

Auswirkungen auf seine weitere Zukunft im Team sieht Chandhok hingegen nicht:  "Ich bin mir sicher, es war eine schwere Entscheidung für Tony und ich denke, auf gewisse Art schmerzt ihn das auch, da wir immer eine gute persönliche Beziehung hatten. Ich kam größtenteils wegen ihm und seinen Glauben mit Blick auf die weitere Zukunft an mich zu diesem Team.“

"Ich hoffe weiter, dass dieser langfristige Plan Früchte trägt und ich hoffe, dass ich eines Tages wieder für ihn fahre“, so der Sohn des Präsidenten des indischen Motorsport-Verbandes weiter.

 

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