Webber in Belgien voran

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Vettel auf Pole, Schumi Letzter

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Webber Schnellster im Training in Spa

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Die Verfolger haben sich für den nächsten Angriff auf Weltmeister Sebastian Vettel warm gefahren.

Das Jäger-Quartett mit Red-Bull-Teamkollege Mark Webber, Doppel-Weltmeister Fernando Alonso im Ferrari sowie den beiden McLaren-Piloten Jenson Button und Lewis Hamilton belegte im freien Training für den Grand Prix von Belgien am Freitag die ersten vier Plätze. WM-Leader Vettel begnügte sich mit Rang zehn.

Aussagekraft hatten die Zeiten aber praktisch keine. Zu wechselhaft waren die Bedingungen auf der Traditionsstrecke in Spa-Francorchamps.

Am Vormittag war gar Rekordweltmeister Michael Schumacher der Schnellste gewesen - weil der 42-Jährige, der in den belgischen Ardennen sein 20-jähriges Jubiläum in der Königsklasse feiert, und sein Mercedes-Teamkollege Nico Rosberg als einzige Piloten vor dem großen Regen unterwegs gewesen waren.

Wichtige Tage für Webber

Am Nachmittag gab dann in 1:50,321 Minuten Webber den Ton an. Der Australier, der am Samstag seinen 35. Geburtstag feiert, steht kurz vor einer Vertragsverlängerung bei Red Bull.

"Demnächst werden Entscheidungen gefällt", kündigte Webber in Spa an. Die Position des österreichisch-englischen Rennstalls, für den er seit 2007 fährt, sei klar. "Bald wird Klarheit herrschen", meinte Webber, dessen Einjahresvertrag mit Saisonende ausläuft.

Eine Verlängerung würde einen Motivationsschub für das WM-Finish bedeuten. Derzeit liegt Webber als Zweiter 85 Zähler hinter Vettel, der am Freitag in Belgien fast 1,5 Sekunden verlor.

Allerdings war der 24-jährige Deutsche im Trockenen lediglich auf den härteren, langsameren Reifen unterwegs. "Es gibt wenige Erkenntnisse bei diesem Wetter", meinte Vettel. "Es war für alle ziemlich wenig Zeit. Da ist es schwer, in den Rhythmus zu kommen."

Gegner fürchten RBR

Im Qualifying am Samstag sind die Bullen allerdings weiterhin die ganz klaren Favoriten. In elf Saisonrennen ist bisher achtmal Vettel und dreimal Webber auf Pole Position gestanden.

"Ich fürchte, sie werden wieder ziemlich weit vorne stehen", erklärte Button, der zuletzt vor der vierwöchigen Sommerpause in Ungarn triumphiert hatte. Bei Vettel ortete er aber nach zuletzt drei Rennen ohne Sieg eine leichte Verunsicherung. "Es wird spannend, wie er damit umgeht", meinte der Weltmeister von 2009.

Das Wetter wird in Spa wie üblich eine mitentscheidende Rolle spielen. "Es ist alles drin, vom Sonnenschein bis zum Donnerwetter", erklärte Vettel, der bei Nässe vor allem die berühmt-berüchtigte Senke von Eau Rouge als Herausforderung empfindet.

Schumacher topmotiviert

"Wenn es ein bisschen feucht ist, dann wird Eau Rouge wieder zu einer richtigen Kurve", meinte der sechsfache Saisonsieger. "Da wird vom Fahrer einiges verlangt. Die Strecke ist etwas Besonderes."

Das gilt vor allem für Schumacher, der in Spa am 25. August 1991 seinen ersten Grand Prix bestritten hatte. Ein Jahr später folgte der erste Sieg, 2004 der bisher letzte WM-Titel.

"Es ist ein perfektes Szenario, um diesen Moment zu feiern", meinte der Altmeister, der zu seinem "20-Jährigen" mit einem goldenen Helm antritt. In diesem raste er am Vormittag, begünstigt von den chaotischen Bedingungen, zur Trainingsbestzeit. Am Nachmittag belegte Schumacher hinter seinem Nachfolger Vettel Rang elf.

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