Frage: Die Saison 2014 könnte eine voller Überraschungen werden. Wen erwarten Sie vorne?

Wolff: Über die ganze Saison gesehen werden die üblichen Verdächtigen vorne mitspielen. Ferrari und Red Bull werden kommen, da muss man sich keine Sorgen machen. Auch die Pace von Force India oder Williams scheint gut genug, um ein Rennen gewinnen zu können. Die Saison wird spannender als die davor. Es gibt keinen Favoriten, alles wurde auf Reset gesetzt. Es ist nicht nur die WM der besten Fahrer, sondern auch der besten Ingenieure."

Frage: Kommt das neue Reglement einem ihrer Piloten Nico Rosberg oder Lewis Hamilton besser entgegen?

Wolff: Die Fahrer sind grundsätzlich verschieden. Sie haben sich in der Vergangenheit aber immer so gematcht und gegenseitig angetrieben, dass sie ein ähnliches Leistungsniveau erreicht haben. Daran wird sich nichts ändern. Ich traue beiden zu, dass sie mit dem neuen Auto absolut konkurrenzfähig sind. Vielleicht wird einer eher am Anfang und einer erst im Lauf der Saison stark sein. Wenn einer im Hintertreffen ist, dann ist aber jeder der beiden so programmiert, dass er sich das nicht lange bieten lassen wird."

Frage: Wie lautet die Zielformulierung in dieser Saison konkret?

Wolff: Wir wollen unsere guten Wochenenden konsolidieren. Zu diesem Zeitpunkt von der WM zu reden, wäre hochmütig. Wir wollen eher Demut zeigen. Wir wollen regelmäßig auf das Podium und siegfähig sein. Wenn uns das gelingt, wird sich auch in der WM eine Chance ergeben.

Frage: In diesem Jahr kehrt auch der Grand Prix von Österreich zurück. Wie schön wäre es für Sie, in Spielberg die Trophäe für den siegreichen Konstrukteur zu stemmen?

Wolff: Das mache sicher nicht ich. Da gibt es viele Leute, die viel mehr Anteil am Erfolg haben als ich. Aber es ist ein tolles Gefühl, nach Spielberg zurückzukehren. Ich bin dort in den frühen 90er-Jahren kläglich im Seat Ibiza Cup gefahren und habe auf einem Bauernhof gelebt. Jetzt mit einem konkurrenzfähigen Team dorthin zurückzukommen, ist super. Ich freue mich auch für die österreichischen Fans.

Frage: Davon gibt es viele, wenn man sich das schnell ausverkaufte Rennen und die guten TV-Quoten ansieht. Warum ist die Formel 1 in Österreich so beliebt?

Wolff: Österreich ist ein motorsportbegeistertes Land. Dazu kommt die überproportional große Zahl an Österreichern, die in diesem Thema eine Rolle spielen. Österreich ist ein kleines Land voller Racer.

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