Vettel erleichtert: "Druck war unheimlich hoch"

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Der Heimfluch ist beendet.

Weltmeister Sebastian Vettel hat am Sonntag auf dem Nürburgring zum ersten Mal in seiner Formel-1-Karriere ein Rennen in Deutschland gewonnen.

Der 26-jährige Red-Bull-Pilot über einen besonderen Tag, den großen Druck und seinen möglichen künftigen Teamkollegen Kimi Räikkönen:

Frage: Wie erleben Sie diesen ersten Formel-1-Erfolg in Deutschland?

Vettel: Vielen, vielen Dank für die gute Unterstützung. Endlich hat es hier geklappt. Ich bin sehr, sehr glücklich. Es ist unglaublich, in Deutschland zu gewinnen.

Frage: Was sagen Sie zu der Unterstützung der Fans in der Eifel?

Vettel: Wenn man merkt, wie die Zuschauer einen tragen, da habe ich versucht, mich nicht ablenken zu lassen. Es war ein unglaubliches Rennen. Es schien ewig zu dauern. Der Druck war unheimlich hoch, und das war, glaube ich, das ganze Rennen der Fall.

Frage: Waren die hohen Temperaturen ein Vorteil für Red Bull?

Vettel: Das hat uns heute nicht geholfen. Das hat es uns eher ein bisschen schwerer gemacht.

Frage: Kimi Räikkönen als Zweiter hat ordentlich Druck gemacht. Ebenso sein Lotus-Teamkollege Romain Grosjean als Dritter.

Vettel: Lotus war unglaublich schnell, deshalb war es sehr, sehr schwer. Die haben besser mit den Reifen gehaushaltet als wir und der Rest des Feldes. Ich bin überglücklich, dass es geklappt hat. Ich bin sehr erleichtert, wie es heute lief. Es fühlt sich süß an, nach einigen Versuchen endlich hier den Erfolg geholt zu haben. Das ist ein besonderer Tag.

Frage: Vor allem in den letzten Runden kam noch einmal richtig Spannung auf.

Vettel: Kimi hat zum Schluss riesigen Druck gemacht. Die haben das Rennen mit einer anderen Mischung angepackt. Er hat Druck ausgeübt, aber auch Romain hat ordentlich gedrängt. Ich bin froh, dass das Rennen nur 60 Runden gedauert hat.

Frage: Räikkönen wird immer wieder als Ihr künftiger Teamkollege gehandelt.

Vettel: Das ist nicht meine Entscheidung. Ich habe zu meinem Team eine gute Beziehung. Wir haben darüber auch mal gesprochen, aber noch nicht im Detail. Wir haben da keinen Druck. Wir gehen wie Erwachsene damit um. Ich respektiere ihn auf und abseits der Strecke.

Frage: Wie fällt Ihr Reifen-Fazit aus?

Vettel: Große Komplimente an Pirelli, die haben einen tollen Job gemacht. Am Ende haben aber die Fahrer am meisten zu verlieren. Wir haben Druck gemacht, ich bin da auch nicht schüchtern.

Frage: Haben Sie sich den im Herbst anlaufenden Kino-Film "Rush" über die Rivalität zwischen Niki Lauda und James Hunt bereits vorab angesehen?

Vettel: Den habe ich nicht gesehen, ich bin ins Bett gegangen. Sorry, Niki.

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