Mercedes mit guten Karten

Mercedes hat bei den Tests in Jerez und Bahrain nicht nur mit schnellen Rundenzeiten, sondern auch mit vergleichsweise großer Standfestigkeit überzeugt.

Die Silberpfeile profitieren davon, dass die neuen V6-Turbos in der eigenen Motorenschmiede produziert werden

Auch die Mercedes-Kundenteams McLaren, Williams und Force India gelten als Kandidaten, zum Saisonstart vorne mitzufahren.

Hamilton bei Buchmachern Favorit

Ferrari setzt auf seine enorm starke Fahrerpaarung. Zu Fernando Alonso gesellt sich Neuzugang Kimi Räikkönen, der den Italienern 2007 ihren bisher letzten Fahrer-WM-Titel beschert hat.

"Wir sind noch nicht dort, wo wir sein wollen", gestand Alonso. Der Spanier hat seinen dritten WM-Titel im Visier. In den vergangenen vier Jahren war er dreimal hinter Vettel Vizeweltmeister. Als Geheimfavorit gilt Williams mit Räikkönens Ferrari-Vorgänger Felipe Massa.

Die Buchmacher führen aber Mercedes-Pilot Hamilton ganz oben, auch Teamkollege Nico Rosberg gilt als WM-Kandidat. Die Silberpfeile befinden sich mit dem österreichischen Motorsportchef Toto Wolff und Aufsichtsratschef Niki Lauda im Aufwind. "Wir wollen sobald wie möglich Weltmeister werden", versicherte Lauda. "Ob das heuer schon ist, kann man nicht sagen. Mein persönliches Ziel ist es aber, dass das in den nächsten zwei Jahren passiert."

Sound ist anders

Mercedes profitiert wie Ferrari davon, die neuen, komplexen Hybridmotoren selbst herstellen zu können. Die Turbos sollen vorerst bis 2020 verwendet werden. Nicht nur Vettel beklagte ihren nicht wirklich beeindruckenden Sound.

"Es ist schade, dass sich Formel-1-Autos nicht mehr wie Formel-1-Autos anhören", sagte der Serienweltmeister über die Sechszylinder-Motoren, die mit einem deutlich stärkeren Energierückgewinnungssystem (ERS) ausgestattet sind.

Drei Debütanten

Die Formel 1 wird etwas grüner, aber auch technisch zusehends komplizierter. Debütanten gibt es drei: den Dänen Kevin Magnussen (McLaren), den Russen Daniil Kvjat (Toro Rosso) und den Schweden Marcus Ericsson (Caterham).

Kwjat nimmt beim Red-Bull-Zweitteam das Cockpit von Daniel Ricciardo ein. Der Australier hat das Upgrade zum Einserteam erhalten und soll dort als Teamkollege von Vettel seinen Landsmann Mark Webber ersetzen.

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