Frank Williams mit teilweisem Rückzug

Aufmacherbild
 

Frank Williams hat am Freitag das Ende einer Ära bekanntgegeben. Der Mitgründer des gleichnamigen Teams kündigte in einer Presseerklärung seinen Rücktritt aus dem Vorstand an.

Seinen Platz im Vorstand nimmt ab 1. April seine Tochter Claire ein. Frank Williams bleibt aber weiterhin Teamchef und Mehrheitsaktionär des Teams, an dem auch der Wiener Investor Christian "Toto" Wolff signifikante Anteile hält.

"Das ist auch ein geeigneter Moment für mich, meine eigene Rolle im Team zu betrachten", sagte Frank Williams.

"Signal an nächste Generation"

"Ich werde im April 70, und ich habe entschieden, das nächste Signal in der schrittweisen, aber unausweichlichen Übergabe des Teams an die nächste Generation zu setzen." Bereits im Dezember war Mitgründer Patrick Head zurückgetreten. Das Team blickt auf die schwächste Saison seines Bestehens zurück.

Williams und Head hatten den Rennstall 1977 gegründet. Das Team fuhr unter ihrer Ägide insgesamt 113 Grand-Prix-Siege, neun Konstrukteurs- und sieben Fahrer-WM-Titel ein.

In der vergangenen Saison kam Williams nicht über fünf WM-Zähler und Platz neun in der Konstrukteurswertung hinaus. Lediglich die drei Nachzüglerteams Lotus (nun Caterham), HRT und Marussia klassierten sich hinter der Traditionsmarke.

Mit vereinten Kräften

Der bisher letzte Williams-Sieg datiert aus dem Jahr 2004. Für 2012 wurde der Österreicher Alexander Wurz als Trainer für die Fahrer engagiert. Der Ex-Pilot soll die Stammfahrer Pastor Maldonado (VEN) und Bruno Senna (BRA) sowie Testfahrer Valtteri Bottas (FIN) nach vorne bringen.

Für weite Teile des operativen Tagesgeschäfts war bereits in den vergangenen Jahren Geschäftsführer Adam Parr verantwortlich. "Es ist kein so dramatischer Schritt wie es vielleicht aussieht", betonte Frank Williams.

"Ich werde weiterhin als Teamchef tätig sein." Auch an Vorstandssitzungen will er weiterhin als Beobachter teilnehmen.

Zum Seitenanfang»
Mehr zum Thema

LAOLA Meins - Tags folgen