Pascal Wehrlein ab sofort Ersatzfahrer bei Mercedes

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Pascal Wehrlein erklimmt die nächste Sprosse auf der Leiter in Richtung Königsklasse.

Einen Tag nach seinem Premieren-Sieg in der DTM am Lausitzring ernennt ihn Mercedes zum Ersatzfahrer in der Formel 1. Schon beim bevorstehenden Rennen in Singapur wird der 19-Jährige vor Ort sein.

Nach einer Karriere im Kartsport gewann Wehrlein 2011 das ADAC Formel Masters. Ein Jahr später stieg er in die Formel 3 auf, wo er in der Euroserie den zweiten Platz belegte und den Titel des besten Rookies einheimste.

12.000 virtuelle Testkilometer

2013 folgte er schließlich dem Ruf von Mercedes-Benz in die DTM. Als jüngster Fahrer in der Geschichte der Serie konnte er nun seinen ersten Sieg im Tourenwagen feiern und sich zum jüngsten DTM-Rennsieger aller Zeiten küren.

Formel-1-Erfahrung bringt der Baden-Würtemberger bislang vor allem aus dem Simulator mit. In dieser Saison absolvierte er über 12.000 Kilometer in einem virtuellen F1 W05 Hybrid.

Vergangenen Donnerstag nahm Wehrlein erstmals in einem echten F1-Boliden Platz und durfte am Autodromo Internacional Algarve in Portimao 109 Runden (500 Kilometer) drehen.

"Feedback war sehr positiv"

"In den ersten Runden musste ich mich an den unglaublichen Speed, die harten Bremsen und die enormen Kurvengeschwindigkeiten erst gewöhnen. Das ist mit der DTM nicht zu vergleichen", schildert der Youngster.

Das Trockentraining habe ihm aber dabei geholfen, sich schnell zurechtzufinden: "Nervös war ich überhaupt nicht, was mich selbst gewundert hat - aber ich war auch optimal vorbereitet. Das Feedback des Teams und von Toto Wolff war sehr positiv und ich denke, dass ich einen sehr guten Job gemacht habe."

Das kann der Motorsportchef so unterschreiben. "Er hat in diesem Jahr hart hinter den Kulissen in unserem Simulator gearbeitet und spielte eine wichtige Rolle in unserer Rennvorbereitung. Neben Nico und Lewis ist er der Fahrer, der am besten mit den Abläufen in unserem F1 W05 Hybrid vertraut ist", erklärt Wolff.

Wolff: "Eindrucksvoller Test"

"Wir waren zufrieden damit, wie er einen beherrschten und eindrucksvollen Test ablieferte. Genau wie wir es erwartet hatten", freut sich der Wiener auf seinen Schützling in der Formel 1.

Wenn der Sohn einer Mauritianerin das Tempo seines bisherigen Karriereverlaufs halten kann, winkt wohl schon bald ein fixes Cockpit.

Vielleicht sogar schon früher als 2007 seinem großen Vorbild, dem er auch ähnlich sieht: Lewis Hamilton.

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