Rosberg hofft auf Heimsieg

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Vettel hat keine Angst vor Räikkönen

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Das Reifenroulette der Formel 1 könnte ausgerechnet in der Casinostadt an der Cote d'Azur eine Pause einlegen.

Die kaum vorhandenen Überholmöglichkeiten auf dem Stadtkurs in Monaco dürften am Sonntag (14.00 Uhr) einige Rennstrategien zunichtemachen.

Die Startposition ist selbst 2013, im Jahr der Entwertung des Qualifyings, wichtiger als bei jedem anderen Grand Prix.

Geheimfavorit Mercedes

Das ist die große Chance von Mercedes. Die Silberpfeile gelten ob ihrer Stärke auf einer Runde als Geheimfavoriten für den Klassiker. In der WM spielen Nico Rosberg und Lewis Hamilton aber derzeit keine Rolle.

Dort droht Spitzenreiter Sebastian Vettel die größte Gefahr vom nur vier Punkte hinter ihm liegenden Kimi Räikkönen im Lotus.

Barcelona-Sieger Fernando Alonso lauert mit 17 Punkten Rückstand auf Rang drei.

Fest in Rad-Bull-Hand

Monaco war in den vergangenen Jahren eine Red-Bull-Strecke. Vettel triumphierte 2011, sein Stallrivale Mark Webber 2010 und 2012.

"Ich hoffe, dass wir auch dieses Jahr ganz vorne dabei sind", betonte Vettel.

"Viel braucht man zu Monaco nicht sagen. Das Fahren ist eine absolute Herausforderung, man kann sich nicht den kleinsten Fehler erlauben. Das ist immer noch einer der ganz besonderen Grand Prix, und das wird wahrscheinlich auch immer so bleiben."

Langsamster Kurs

Zum 71. Mal kommt der GP von Monaco zur Austragung, zum 60. Mal im Rahmen der Formel-1-WM.

Es ist nicht nur der langsamste Kurs im Kalender. Acht der jüngsten neun Auflagen wurden aus der Pole Position gewonnen, in den vergangenen drei Jahrzehnten stand der Sieger nur dreimal nicht in der ersten Startreihe.

Vettel kam im Vorjahr nicht über Rang vier hinaus. Webber triumphierte vor Rosberg und Ferrari-Star Alonso, der die WM-Führung übernahm.

Vettel hat keine Angst

Dass er die Spitzenposition erneut abgeben könnte, befürchtet Dreifach-Weltmeister Vettel nicht.

"Vor der Sommerpause schaue ich nicht auf den WM-Stand oder die Punkte", erklärte der Deutsche. "Vorne zu sein ist aber sicher besser als viele Punkte hintennach."

Viele Punkte sind es bei Räikkönen nicht mehr. Der Rückkehrer ist der konstanteste Fahrer im Feld, war zuletzt dreimal in Serie Zweiter. Angst habe er keine vor dem "Iceman", versicherte Vettel, aber großen Respekt - auf und neben der Strecke. "Er war immer sehr geradlinig. Es war nie kompliziert mit ihm, das mag ich." Nicht zuletzt deshalb gilt der Finne bei Red Bull als möglicher Webber-Nachfolger.

Räikkönen ambitioniert

Räikkönen selbst hat die WM-Spitze im Visier. "Wir sind nicht Erster, also können wir nicht allzu glücklich sein", sagte der 33-Jährige. "Unsere Position ist kein Albtraum, aber Monaco ist eine andere Herausforderung."

Mit einer anderen Strategie als die Konkurrenz zu punkten, ist schwierig, auch wenn Räikkönen ob seines reifenschonenden Autos schon mit einem Boxenstopp weniger ausgekommen ist als die Konkurrenz. "Daher müssen wir uns auf das Qualifying konzentrieren."

Startpostion entscheiden

In die entgegengesetzte Richtung geht es bei Mercedes, zuletzt dreimal in Serie auf Pole Position, im Rennen aber wegen zu hoher Beanspruchung der Reifen mit dramatischen Rückfällen.

"Auf dieser Strecke ist die Startposition so entscheidend, dass die Qualifikation die wichtigste des Jahres ist", meinte Rosberg. "Das könnte uns einerseits entgegenkommen, andererseits gibt es aber so viele Unbekannte, dass wir uns noch etwas in Geduld üben müssen."

Mit dem X-Faktor meint der Deutsche, der in Monaco lebt, die Reifen, deren Abbau und Temperaturfenster. Hersteller Pirelli hat die beiden weichsten Mischungen, soft und supersoft, ins Fürstentum gebracht, dennoch könnten zwei Stopps je Fahrer ausreichen. Kleinere Änderungen, um die Pneus auch auf anderen Strecken stabiler zu machen, sind erst ab dem folgenden Rennen in Montreal angekündigt.

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