Vettel findet Gerüchte um Wechsel zu Mercedes "lustig"

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Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel ist mit dem bisherigen Verlauf der Saison zufrieden, sieht vor dem Europa-Auftakt am Wochenende in Montmelo bei Barcelona aber auch Verbesserungspotenzial.

Gerüchte um das Interesse von Mercedes an seiner Verpflichtung verwies der Deutsche am Donnerstag vor dem Grand Prix von Spanien ins Reich der Fantasie.

Vettel mit Undercut

"Ich war selbst überrascht, als ich das gelesen habe", erklärte Vettel, der sich mit neuem Haarschnitt - seitlich und hinten kurz, oben lang - präsentierte.

"Ich lese normalerweise nicht so viel, aber das war wirklich lustig." Niki Lauda, Aufsichtsratschef des Mercedes-Teams, hatte am Wochenende in einem Zeitungsinterview erneut seine Bewunderung für den Dreifach-Weltmeister ausgedrückt - und damit die Spekulationen genährt.

Fokus auf Titelverteidigung

Vettels Vertrag bei Red Bull läuft allerdings noch bis 2014, dazu bestehen Optionen auf Verlängerung.

Der 25-Jährige ist vorerst nur auf eine erfolgreiche Titelverteidigung fokussiert.

"Wir können mit den Ergebnissen bisher zufrieden sein", meinte Vettel. "Wir müssen aber auch daran denken, wie wir sie erreicht haben. Da gibt es noch Raum, auch wenn die Wettbewerbsfähigkeit des Autos gut ist."

Bisherige Bilanz

Zwei von vier Saisonrennen hat Vettel gewonnen, bei Rang vier in China war er aber chancenlos.

Die WM führt er mit zehn Punkten Vorsprung auf Kimi Räikkönen im Lotus an.

Sein härtester Widersacher könnte trotz 30 Zählern Rückstand Ferrari-Star Fernando Alonso werden. Der Spanier wurde bisher unter Wert geschlagen, gab sich vor seinem Heimrennen aber entspannt.

Alonso gibt sich entspannt

"Wir haben ein ganz anderes Package als letztes Jahr, das macht uns zuversichtlich", betonte Alonso.

"Letztes Jahr lagen wir eine bis eineinhalb Sekunden pro Runde hinter den Topautos. Wir haben nur mit Glück Rennen gewonnen, heuer ist das anders."

Der Rückstand beunruhige ihn keineswegs. "Solange wir nicht 75 oder 80 Punkte zurückliegen, werden wir optimistisch sein."

Neuer Technikchef?

Noch optimistischer könnte ihn die Verpflichtung des bisherigen Lotus-Technikchefs James Allison machen.

Mit dem Briten hatte Alonso bereits bei seinen beiden WM-Titeln 2005 und 2006 bei Renault zusammengearbeitet, Ferrari hat bisher aber dementiert.

"Es ist kein Geheimnis, dass er einer der Topleute ist", erklärte Alonso, der zur Halbzeit der Vorsaison bereits 44 Punkte vor Vettel lag. Am Ende setzte sich der Red-Bull-Pilot doch noch um drei Punkte durch. 2010 waren es deren vier.

Champions-League-Finale

Mittlerweile müssen die Spanier den Deutschen auch im Fußball den Vortritt lassen. "Ich war überrascht, dass es zwei deutsche Teams ins Champions-League-Finale geschafft haben", gestand Vettel. "Auf dem Papier sollte Bayern München gewinnen, aber ich helfe zu Dortmund. Es wird an dem Tag entschieden, nicht auf dem Papier."

Dem bekennenden Real-Fan Alonso tat vor allem das Out der Madrilenen gegen Dortmund weh. "Solange die Deutschen nur im Fußball gewinnen, bin ich aber zufrieden."

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