"Strategie war nicht riskant"

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Sebastian Vettel weist Pirelli-Vorwurf zurück

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Nach kurzer Funkstille hat sich Ferrari-Star Sebastian Vettel wieder in die explosive Reifendebatte in der Formel 1 eingeschaltet und den Strategie-Vorwurf von Pirelli zurückgewiesen.

"Die Strategie war zu keinem Zeitpunkt eine riskante. Das Team trifft keine Schuld", hieß es in einem Statement am Dienstagabend auf seiner Homepage.

Vettel hatte kurz nach seinem Reifenplatzer bei höchstem Tempo in der vorletzten Runde beim Rennen in Spa-Francorchamps vergangenen Sonntag Reifenlieferant Pirelli hart kritisiert. "Es muss mal gesagt werden, die Qualität der Reifen ist miserabel", hatte sich der Deutsche empört, der auf Rang drei liegend ausgefallen war. "Demnächst knallt einer in die Wand."

Zu viele Runden

Der 28-Jährige hatte sich in den Ardennen via TV Luft verschafft. Die obligatorische Presserunde nach dem Grand Prix verpasste er dann. Nach offiziellen Angaben musste Vettel wegen der schlechter werdenden Wetterbedingungen vorzeitig mit dem Helikopter abreisen.

Pirelli-Motorsportchef Paul Hembery zeigte Verständnis für die wütende Reaktion Vettels nach dem gefährlichen Ausfall. Die Italiener konterten jedoch die Kritik des Ex-Weltmeisters mit Verweis auf die ihrer Ansicht nach zu aggressive Taktik der Scuderia.

Die betreffende Mischung sei auf höchstens 22 Runden ausgelegt gewesen, teilte Pirelli einen Tag nach dem Eklat mit. Vettel hingegen war im Gegensatz zur Konkurrenz mit einer mutigen Ein-Stopp-Strategie unterwegs und war bis zu seinem Ausfall mit den neuen Pneus schon 28 Runden gefahren.

"Nicht riskant"

"Unsere Strategie war vielleicht aggressiv, aber nicht riskant. Unsere Entscheidungen zur Strategie basieren immer auf Daten und Fakten, und die Daten waren klar. Wir würden niemals ein unnötiges Risiko für einen unserer Fahrer eingehen", hatte Vettels Teamchef Maurizio Arrivabene kurz nach dem Reifendesaster erklärt. Zugleich bemühte sich der Italiener um Beschwichtigung. "Ich werde keinen Kampf mit Pirelli eröffnen", stellte er klar.

Vettel ließ an der Team-Strategie ebenfalls keine Kritik zu. "Nur um das klar zu stellen: Das Team und ich haben uns gemeinsam für diese Strategie entschieden. Ich stehe hinter dem Team und das Team steht hinter mir. Das macht uns zu einem Team", erklärte er am Dienstag auf seiner Homepage.

Unterstützung hatte Vettel auch von Nico Rosberg bekommen. Dem Mercedes-Piloten war im Freitagstraining bei mehr als 300 km/h auch der rechte Hinterreifen plötzlich geplatzt.

Auch Rosberg platzte Reifen

"Es kann nicht sein, dass die Reifen so ohne Vorwarnung platzen", kritisierte Rosberg und forderte Pirelli zu Nachbesserungen auf. "Wir müssen da Sicherheit reinbringen."

Das ist unerlässlich. Insbesondere mit Blick auf das nächste Rennen am 6. September in Italien.

"Monza ist die schnellste Strecke des Jahres. Sie müssen sich da etwas überlegen, um die Situation zu verbessern", hatte Rosberg verlangt. Pirelli zufolge hatte in seinem Fall ein Fremdkörper den Unfall verursacht.

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