Vettel gesteht: "Ich kann nur schlecht verlieren"

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So schnell kann es gehen. Eben noch gefeierter Held, Sekunden später in der Kritik.

Sebastian Vettel hat das beim Malaysia-GP am eigenen Leib erfahren. Der Sager von den "Gurken" ist mittlerweile legendär.

Die Reaktionen unter den F1-Fans fielen zum großen Teil negativ aus. Das Image vom schlechten Verlierer war wieder da.

"Ich kann nur schlecht verlieren"

Vettel sieht das im Gespräch mit der "SportBild" recht locker.

"Es stimmt, ich kann nur schlecht verlieren", wird der Deutsche zitiert. Das sei auch kein Problem: "Warum soll ich lügen? Wenn ich gut verlieren könnte, wäre ich nicht in der Formel 1."

Er sei auch enttäuscht gewesen: "So kurz nach dem Rennen habe ich mich so gegeben, wie ich mich gefühlt habe. Das finde ich ehrlicher, als den Smiling Boy zu spielen, dem es eigentlich gar nicht zum Lachen zumute ist."

"Akühlzeit" notwendig

Eine durchaus verständliche Reaktion, hat Vettel durch die Kolission mit Karthikeyan doch Rang vier und damit 12 WM-Punkte verloren.

Dass er mit seinem Angriff auf den Inder über das Ziel hinausgeschossen ist, ist Vettel mittlerweile auch klar.

Er brauche nach solchen Vorfällen Zeit, um wieder zur Normalität zurückzukehren. "Manchmal reichen zehn Minuten, manchmal eben nicht. Am Montag war meine Stimmung schon wieder normal."

Statements zum Vorfall mit Karthikeyan will er öffentlich keine mehr abgeben. Durchaus möglich ist aber, dass er sich beim China-GP mit dem Inder ausspricht.

Zu Fehlern stehen

Denn zu Fehlern steht der Deutsche, wie auch die Vergangenheit zeigt. "Als ich in Spa 2010 Jenson Button aus dem Rennen warf, habe ich mich am nächsten Tag bei ihm entschuldigt."

Auch Ex-Pilot Adrian Sutil verweist auf einen ähnlichen Vorfall: "Als mir Sebastian 2010 in Silverstone etwas hart ins Auto fuhr, hat er sich dafür später bei mir persönlich entschuldigt."

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