Verstappen wird mit 17 Jahren zum jüngsten F1-Piloten

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Red Bull hat sich eine der heißesten Formel-1-Zukunftsaktien gesichert. Das "kleine" Red-Bull-Team Toro Rosso hat den Niederländer Max Verstappen (16) unter Vertrag genommen.

Verstappen wird damit ab 2015 als dann 17-Jähriger zum jüngsten Formel-1-Piloten aller Zeiten.

Das gaben Red Bull und Verstappen am Montagabend in der ServusTV-Sendung "Sport und Talk aus dem Hangar-7" offiziell bekannt.

Vergne muss gehen

Der Sohn des langjährigen Formel-1-Piloten Jos Verstappen wird 2015 gemeinsam mit Daniil Kvyat das Toro-Rosso-Duo bilden.

"Es ist ein unglaubliches Gefühl. Ich bin sehr froh. Ich durfte zunächst nichts verraten. Jetzt ist es endlich raus", so Verstappen.

Für den Franzosen Jean-Eric Vergne ist demnach nach drei Jahren ab der nächsten Saison kein Platz mehr im Team.

Erste Saison im Formel-Rennsport

Nach Welt- und Europameistertiteln im Kartsport bestreitet Verstappen derzeit in der Formel-3-EM seine erste Saison im Formel-Rennsport.

In der vergangenen Woche hat sich Verstappen nun mit Red Bull auf einen Vertrag geeinigt und damit für den vorläufigen Höhepunkt in seiner rasanten Karriere gesorgt.

Sehr viel Interesse

Zahlreiche andere Teams wie Ferrari oder Mercedes sollen um die Dienste Verstappens gebuhlt haben.

"Jedes Top-Team hat das außerordentliche Talent von ihm erkannt. Die Qualität und die Erfolge des Red Bull Junior Teams haben den Ausschlag gegeben", so Red Bull Motosportberater Helmut Marko bei "ServusTV".

Altersrekord "egal"

"Ich habe bei Red Bull das beste Gefühl und freue mich riesig, dass ich jetzt in der Formel 1 fahren darf", meinte Verstappen am Montagabend. Die Tatsache, dass er zum jüngsten F1-Piloten aller Zeiten wird, sei ihm "egal".

"Er ist einer der ganz wenigen Fahrer in den letzten 15 Jahren, der den Umstieg vom Go-Kart in die Formel 3 geschafft hat. Ein Rennen am Norisring hat mich sehr beeindruckt - dort war er trotz wechselnder Bedingungen zwei Sekunden schneller als der Rest. Er braucht keine weitere Erfahrung in anderen Nachwuchsklassen", begründet Marko.

"Es war nicht schwer zu erkennen, welch außerordentliches Talent hier heranreift. Wir sind sehr stolz, dass er sich Red Bull angeschlossen hat."

"Kann man sofort in die Formel 1 geben"

Der Österreicher ist überzeugt, dass Verstappen den rasanten Aufstieg innerhalb weniger Monate vom Kart- ins Formel-1-Auto gut meistern wird.

"Max ist ein Pilot, den man sofort in die Formel 1 geben kann", meinte Marko.

Verstappen wird am kommenden Wochenende in Belgien den Formel-1-Grand-Prix live vor Ort mitverfolgen, dann folgt ein Show-Auftritt für Red Bull in Rotterdam.

Feinschliff

Nach dem Ende der Formel-3-Saison wird es dann laut Marko ein intensives Programm geben, um Verstappen den Feinschliff für die Königsklasse zu verpassen.

"Max wird einen 300-Kilometer-Test absolvieren und intensiv im Simulator arbeiten", berichtete Marko.

Verstappen wird Jaime Alguersuari als jüngsten F1-Piloten der Geschichte ablösen, der Spanier hatte 2009 mit 19 Jahren und 125 Tagen in Ungarn - ebenfalls für Toro Rosso - debütiert.

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