Ricciardo und Vergne: Das sind Red Bulls Neue

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Jaime Alguersuari und Sebastien Buemi sind Geschichte - zumindest bei Red Bulls B-Team Toro Rosso.

Das Duo wurde am Mittwoch offiziell durch Daniel Ricciardo und Jean-Eric Vergne ersetzt.

"Unser Fahrer-Lineup stand schon lange zur Diskussion. Die finale Enstcheidung haben wir am 13. Dezember bei einem Meeting im Hauptquartier von Red Bull in Salzburg getroffen", erklärt Teamchef Franz Tost das Aus seines Fahrer-Duos am Tag danach.

"Der Geist von Toro Rosso war schon immer, als 'Rookie Training School' aufzutreten. Nach zwei Saisonen bist du aber kein Rookie mehr. In einer idealen Welt wären die Fahrer von Toro Rosso direkt zu Red Bull Racing gewechselt. Dort gab es aber keinen Platz, deshalb musste diese harte Entscheidung getroffen werden", so der Tioler weiter.

Alguersuari überrascht, Buemi still

Über das Aus zeigte sich am Donnerstag vor allem Alguersuari überrascht. "Nach dem Kartfahren in Brasilien sprach ich vor einer Woche mit Helmut Marko und Franz Tost und sie haben mir gesagt, dass sie mit mir für 2012 planen", vermeldet der Katalane auf seiner Homepage.

Sebastien Buemi hingegen hielt sich zurück. Nur kurz meldete er sich am Donnerstag über Twitter zu Wort: "Danke für all die Unterstützung! Es ist jetzt Zeit, mich in eine neue Richtung zu bewegen!!!"

Wie ihre Vorgänger entstammen Ricciardo und Vergne dem "Red Bull Junior"-Programm von Motorsportberater Dr. Helmut Marko. 

Doch wer sind die neuen "Kronprinzen" in Red Bulls F1-Imperium?

Daniel Ricciardo (22)

Der Australier ist bereits durch seine diesjährigen Einsätze bei HRT bekannt. Ab Hockenheim bestritt er elf Einsätze für den Nachzügler. Zu überzeugen, war in einem HRT schwer, allerdings hat er eine positive Quali-Bilanz, zudem kam er nur zweimal (in Silverstone hinter Liuzzi, in Delhi hinter Karthikeyan) hinter einem Teamkollegen ins Ziel und wurde "nur" einmal Letzter.

Davor war der Australier allerdings das Siegen gewohnt: Seit 2008 unter den Fittichen von Red Bull, gewann er im ersten Jahr den „Western European Cup“ der Formel Renault 2.0, eine Saison später die britische Formel 3 (vor dem Österreicher Walter Grubmüller) und belegte 2010 in der World Series by Renault den zweiten Platz. Heuer belegte er in der Serie – obwohl er fünf Rennen wegen seiner F1-Verpflichtungen versäumte – Rang fünf, gewann aber das prestigeträchtigste Rennen in Monte Carlo. 2010 durfte er Vettels Weltmeister-Boliden in den Young Driver Tests pilotieren und dominierte.

Das sagt Ricciardo zu seinem Stamm-Cockpit für 2012:

"Es fühlt sich großartig an! Ich war zu Hause, als ich nach dem Abendessen einen Anruf bekam. Es war ein kurzes Gespräch, dass aber all die Neuigkeiten beinhaltete, die ich hören wollte. Meinen neuen Teamkollegen kenne ich sehr gut. Wir wurden damals am selben Tag für das Red Bull Junior Team verpflichtet und waren schon in der Formel Renault 2.0 Teamkollegen."

Jean-Eric Vergne (21)

Wie Ricciardo ist Vergne seit 2008 im Junior-Team von Red Bull. Seine Bilanz seither: französischer Formel-Renault-Meister 2008, Zweiter im Eurocup der Formel Renault ein Jahr später, 2010 Ricciardos Nachfolger als britischer F3-Champion und Sieg im dritten Gast-Rennen in der World Series by Renault, wo er heuer die gesamte Saison bestritt und sich aufgrund eines Ausfalls im letzten Rennen mit Rang zwei begnügen musste.

Für Toro Rosso durfte er nach Ricciardos Beförderung zu HRT in ein paar freien Trainings ran. Bei den Young Driver Tests fuhr er mit Vettels weltmeisterlichem RB7 an allen drei Tagen souveräne Bestzeit.

Das sagt Vergne zu seinem Stamm-Cockpit für 2012:

"Ich war in Paris, als ich den Anruf bekam. Ich war sehr aufgeregt und wollte es unbedingt jemandem erzählen, musste aber darauf warten, bis das Team es offiziell per Aussendung verkündet hatte. Dass ich wieder mit Daniel in einem Team fahre, ist fantastisch. Er ist ein großartiger Bursche und ich mag ihn als Freund."

Michael Höller

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