Unglücks-Pilotin ansprechbar

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Maria De Villota nach Crash ansprechbar

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Die verunglückte Formel-1-Testpilotin Maria de Villota ist anscheinend außer Lebensgefahr. Wie das Marussia-Team am Dienstagnachmittag mitteilte, sei die Spanierin inzwischen wieder bei Bewusstsein.
 
Die medizinischen Untersuchungen im Krankenhaus von Cambridge seien aber noch nicht abgeschlossen.
 
Im ersten Einsatz für das Nachzügler-Team Marussia raste die Spanierin am Dienstag auf dem Gelände des einstigen Militärflughafens in Duxford in einen Team-Lastwagen.
 
De Villota wurde mit schwersten Verletzungen in ein Spital in Cambridge überführt.
 
Hinterreifen sollen blockiert haben
 
Marussia wollte sich in Duxford zwei Tage auf den Grand Prix von Großbritannien am kommenden Sonntag in Silverstone vorbereiten.
 
Die Rennfahrerin sei um 9.15 Uhr Ortszeit am Ende ihrer ersten Installationsrunde mit dem Boliden plötzlich mit hoher Geschwindigkeit in den Teamlaster gekracht, hieß es. Augenzeugen zufolge hatten kurz vor dem Crash die Hinterreifen des Rennwagens blockiert.
 
De Villota verlor daraufhin anscheinend die Kontrolle über das Fahrzeug.
 
De Villota konnte sich nicht selbst befreien
 
Nach dem heftigen Aufprall sei sie nicht in der Lage gewesen, sich selbst aus dem Auto zu befreien. Die sofort alarmierten Sanitäter halfen ihr dann aus dem schwer beschädigten Auto.
 
"Es gab diesen schrecklichen Moment, als alle einfach nur geschockt waren", berichtete ein BBC-Reporter, der den Unfall mitangesehen hatte. Der Rennstall kündigte nach dem Ende der medizinischen Untersuchungen eine weitere Stellungnahme an.
 
Die Tochter des früheren Formel-1-Piloten Emilio de Villota war kurz vor Saisonbeginn von Marussia als Ersatzfahrerin verpflichtet worden.
 
"Das wird mir dabei helfen, meinem Ziel näher zu kommen, in der Formel 1 zu fahren", sagte sie damals. Aufgrund einer fehlenden Lizenz darf die Spanierin heuer aber keine F1-Rennen bestreiten.
 
Stammfahrer des Rennstalls sind der Deutsche Timo Glock und der Franzose Charles Pic. Das Team war im Jahr 2010 unter dem Namen Virgin in die Formel 1 eingestiegen. Seither hat der Rennstall noch keinen WM-Punkt in der Königsklasse sammeln können.
 
Zwei Frauen derzeit in der F1 engagiert
 
De Villota ist nicht die erste Fahrerin bei einem Formel-1-Team. In der Geschichte der Rennserie hat es auch schon Stammpilotinnen gegeben. Die erfolgreichste war die Italienerin Lella Lombardi, die 1975 Sechste beim Grand Prix in Spanien wurde.
 
De Villota fuhr bereits in mehreren Rennserien und durfte im August 2011 einen Formel-1-Boliden von Renault testen.
 
Seit April ist auch Susie Wolff, die schottische Ehefrau des österreichischen Team-Miteigentümers Toto Wolff, bei Williams als Entwicklungsfahrerin engagiert.

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