Wenn der Kreis sich schließt

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In den Fußstapfen des berühmten Onkels

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Es waren große Fußstapfen in die Bruno Senna, Neffe des ehemaligen Weltmeisters Ayrton, getreten ist, als er vor zwei Jahren in die Formel 1 eingestiegen ist. Zwangsläufig wurde er zu Beginn mit dem tödlich verunglückten Ex-Weltmeister verglichen, ein Vergleich dem er selbstredend nicht standhielt.

Nun schreibt diese Geshcihte ein neues Kapitel, denn der britische Rennstall Williams gibt die Verpflichtung des Brasilianers am Dienstag bekannt. Ein Rennstall für den auch Ayrton gefahren ist.

Vom Potential überzeugt

In der abgelaufenen Formel-1-Saison löste 28-Jährige in Spa Nick Heidfeld als Lotus-Renault-Stammfahrer ab und belegte am Ende in der Fahrerwertung den 18. Platz.

Dass Senna kein Siegfahrer ist, ist Frank Williams aber reichlich egal, sieht er in seinem neuen Piloten Senna großes Potential.

„Bruno hat erst mit 20 begonnen Rennen zu fahren, überzeugte aber schnell mit seinem Talent in der F3 und der GP2. In seinen zwei Jahren in der Formel-1 waren die Rahmenbedingungen für ihn nicht besonders gut. Wir haben im Vorfeld sowohl auf der Strecke und im Simulator viel Zeit mit ihm verbracht, um ihn als Fahrer schnellstmöglich zu verstehen und einordnen zu können“, so der 69-jährige Williams über seinen neuen Fahrer.

Doch es ist nicht nur das Talent, das Williams dazu bewegt hat, den Brasilianer zu verpflichten. Senna soll zehn bis zwölf Millionen an Sponsorengeldern im Gepäck haben.

Stolz und Vorfreude

Senna selbst freut sich natürlich auf die neue Aufgabe und scheut die Herausforderung nicht.

„Ich bin wirklich glücklich ein Teil eines Teams mit so einer fantastischen Geschichte zu sein. Es erfüllt mich mit Stolz, dass Williams sich für mich entschieden hat. Ich hoffe, dass ich beweisen kann, was in mir steckt, nicht nur für das Team, sondern auch um meiner selbst willen.“

Der neue Williams-Pilot hat im Kampf um das Cockpit unter anderem Landsmann Rubens Barichello und den deutschen Adrian Sutil ausgestochen.

Teamkollegen und Konkurrenten

Gemeinsam mit Pastor Maldonado wird Senna das Fahrer-Duo bilden. Die beiden kennen sich bereits aus früheren Zeiten in der GP2.

„Pastor ist ein sehr guter Fahrer. Ich bin bereits in der GP2 gegen ihn gefahren und wir haben uns immer gut verstanden. Er war immer ein harter Gegner und es wird noch härter werden, wenn wir beide für dasselbe Team fahren. Wir werden natürlich versuchen den anderen zu schlagen, aber als Kollegen werden wir auch zusammenarbeiten, um das Auto besser zu machen.“

Ein Auto, das einst seinem berühmten Onkel das Leben gekostet hat. Am 1. Mai 1994 beim Grand Prix von San Marino verunglückte Ayrton Senna in der Tamburello-Kurve tödlich. Gedanken, die der Neffe weit weg schiebt und sich vielmehr darauf freut, mit ehemaligen Weggefährten seines Onkels zusammenzuarbeiten.

„Es ist sehr interessant für mich für denselben Rennstall wie mein Onkel zu fahren. Einige Leute haben sogar noch mit ihm zusammengearbeitet und ich bin glücklich, dass diese mir nun die Chance eingeräumt haben, mich zu beweisen“, sieht Bruno die Herausforderung.

Auf die Frage was er sich von der kommenden Saison erwartet, antwortet der Williams-Fahrer diplomatisch.

„Am Ende des Jahres möchte ich sagen können, wir haben alles versucht und das Beste aus dem FW34 herausgeholt, wie auch immer das dann aussehen mag.“

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