Rosberg: "Sehe die Darstellung sehr, sehr anders"

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Die Aussagen von Lewis Hamilton nach dem Grand Prix von Belgien in Spa sorgten für reichlich Zündstoff im ohnehin schon angespannten Mercedes-Duell.

Nico Rosberg hätte ihm gegenüber zugegeben, den Unfall in der zweiten Rennrunde mit Absicht gebaut zu haben, diktierte der Brite einer Journalistenrunde in die Notizblöcke.

"Er sagte, dass er es gemacht hat, um etwas zu beweisen", fügte Hamilton hinzu.

Motorsportchef Toto Wolff relativiert die Aussagen des 29-Jährigen zum Crash zwischen den beiden WM-Rivalen.

Wolff relativiert Hamiltons Aussagen

"Nico hatte das Gefühl, seine Linie halten zu müssen. Er habe einen Standpunkt setzen müssen. Lewis war der Auffassung, dass es nicht er war, der auf Nico Acht geben muss. Rosberg hat nicht nachgegeben. Er dachte, dass es an Lewis sei, ihm Platz zu lassen und dass Lewis keinen Platz gemacht hätte", schildert der Wiener, um abschließend festzuhalten: "Das war aber kein absichtlicher Unfall. Das ist Unsinn."

Rosberg, der aufgrund des Unfalls bei der Siegerehrung nach dem Grand Prix heftig ausgebuht wurde, nimmt zu den Aussagen Hamiltons in seinem Videoblog Stellung.

Gezeichnet von den Vorfällen, spricht der Wiesbadener vom "schwierigsten Videoblog, den ich bis jetzt gemacht habe."

Rosberg: "Wichtig, Dinge intern zu klären"

Dann geht er auf die Aussagen seines Kontrahenten ein. "Mir wurde erzählt, wie Lewis unser Meeting dargestellt hat. Was ich sagen kann, ist, dass ich die Darstellung sehr, sehr anders sehe. Aber desweiteren würde es jetzt keinen Sinn machen, ins Detail zu gehen. Es ist wichtig, dass wir solche Dinge intern halten", fährt Rosberg einen anderen Kommunikations-Kurs als Hamilton.

Die ersten Gespräche in Spa bezeichnet er als gut. "Es ist wichtig, dass jeder seine Meinung sagt. Es werden sicher noch Gespräche kommen, weil wir müssen klären, wie wir weiterfahren", weiß auch der dreifache Saisonsieger noch nicht, welche Sanktionen nun seitens der Teamführung drohen.

Bitte an Fans: "Bildet euch eure Meinung"

Seine Vorgesetzten streicht Rosberg abschließend als großen Pluspunkt innerhalb des Teams heraus: "Sie sind sehr, sehr wichtig in diesem Momenten. Mit Paddy, Toto und der Unterstützung von Niki habe ich langfristig ein gutes Gefühl, dass wir durch diese schwierigen Momente kommen und zu unserer Linie zurückfinden."

Rosberg selbst will sich bald wieder auf den Grand Prix in Monza konzentrieren. "Ich möchte natürlich versuchen, zu gewinnen", ist sein Ziel klar.

Abschließend wendet er sich noch an seine Fans: "Bitte bildet euch eure eigene Meinung. Ihr habt doch gesehen, was passiert ist."

 

Andreas Terler

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