Karthikeyan schießt zurück

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Die Nerven liegen blank.

Vor dem Saisonfinale in der Formel 1 geht es auch abseits der Rennstrecke heiß her. Auch und vorallem bei Red Bull.

Nachdem der Punkte-Vorsprung von Sebastian Vettel auf Fernando Alonso vor dem finalen WM-Showdown in Brasilien nur noch 13 Punkte beträgt, scheint man im Hause des Weltmeisters leicht reizbar zu sein. Aktuellster Anlassfall: Narain Karthikeyan.

Schwere Vorwürfe

Der Inder, der beim Grand Prix in Austin mit seinem HRT wie gewohnt im hinteren Fahrerfeld seine Kreise zog, soll Vettel beim Überrunden behindert haben.

Und zwar so entscheidend, dass Lewis Hamilton anschließend mittels DRS am Heppenheimer vorbeiziehen und das Rennen gewinnen konnte. Sagt Red Bull.

Während Vettel selbst nach dem Rennen zwar zerknirscht, aber diplomatisch von "einem gewissen Nachgeschmack" sprach, brannten bei Teamchef Helmut Marko die Sicherungen durch.

Marko: "Sch... Karthikeyan!"

"Sch... Karthikeyan! Schon wieder der! Er hat uns den Sieg gekostet!", schimpft der Österreicher in der "Bild"-Zeitung.

Tatsächlich hat das Privatduell zwischen Vettel und Karthikeyan eine Vorgeschichte. In Malaysia schlitzte sich der Deutsche beim Überrunden des Routiniers den Reifen auf und schied daraufhin aus.

Statt als Vierter zwölf Punkte zu bekommen, ging Vettel leer aus. Mit diesen Zählern hätte der 25-Jährige schon jetzt den Titel sicher.

Der Doppel-Weltmeister bezeichnete den HRT-Pilot damals als "Gurke" und brachte den Streit ins Rollen.

"Hat Vettel nicht zugehört?"

Für die aktuellen Anschuldigungen hat Karthikeyan überhaupt kein Verständnis. "Ich kann diesen Blödsinn nicht mehr hören. Im Fahrerbriefing wurde uns erklärt, dass wir dort niemanden vorbeilassen sollen."  

An Vettel lässt er weiters kein gutes Haar: "Er war bei dem Briefing dabei. Hat er nicht zugehört, oder was? Und wenn, warum beschwert er sich dann? Aber das tut er ja ohnehin zu oft und zu heftig. Das regt mich langsam auf."

Experten geben Inder Recht

"Er kann sich ja nicht in Luft auflösen", gibt Sky-Formel-1-Experte Marc Surer Karthikeyan Recht, der für die Aktion auch nicht von Renndirektor Charlie Whiting bestraft wurde.

Niki Lauda ergänzt: "Wenn zwei Autos zum Überrunden auf ein langsames auffahren, dann hat das erste Auto fast immer einen Nachteil."

In Sao Paulo werden alle Augen nicht nur auf die WM-Kontrahenten Vettel und Alonso gerichtet sein. Sondern auch auf Narain Karthikeyan.

Formel 1: Vettel-Boss Marko schimpft: „Sch... Karthikeyan!“ - weiter lesen auf FOCUS Online: http://www.focus.de/sport/formel1/formel-1-vettel-boss-marko-schimpft-sch-karthikeyan_aid_864415.html

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