Räikkönen-Comeback? Eine Never Ending Story

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Da dürfte wieder einmal der Wunsch Vater eines Gedanken sein.

Wie die deutsche "Bild" mutmaßt, soll Kimi Räikkönen mit Red Bull Racing über ein F1-Comeback verhandeln.

"Noch ist alles streng geheim! Aber BILD erfuhr: Auf höchster Ebene wird der finnische Weltmeister von 2007 (mit Ferrari) als Nachfolger von Mark Webber (34) gehandelt", wie das Blatt schreibt.

Kein Comeback notwendig

Allerdings spricht vieles gegen ein derartiges Comeback:  Räikkönen verließ die Formel 1 vor eineinhalb Jahren nicht im Guten. Bei Ferrari verabschiedete man ihn mit einem "Golden Handshake", doch der Finne war von den straffen Strukturen in der Königsklasse ohnehin genervt.

In der Rallye-WM – wo er für seinen eigenen Rennstall fährt – fühlt er sich pudelwohl, zuletzt streckte er seine Fühler sogar in die Truck-Serie der amerikanischen NASCAR aus.

Zudem verpasste Räikkönen die letzten Entwicklungen (etwa DRS oder die neuen Pirelli-Reifen) komplett. Was eine längere F1-Pause bedeuten kann, stellte zuletzt Rekordweltmeister Michael Schumacher unter Beweis.

"Rallye fahren ist immer noch mein primärer Fokus", bestätigte Räikkönen erst Ende Juni. "Ich genieße es und ich denke, ich mache Fortschritte: Nun werden wir den Großteil der restlichen Saison bestreiten."

Wie hoch ist Webbers Kurs?

Darüber hinaus ist es noch lange nicht fix, dass Mark Webber tatsächlich das Team verlässt. Christian Horner und Dr. Helmut Marko betonten immer wieder, dass der Australier selbst über einen Verbleib entscheiden könnte.

Zwar gab es im Finale des Großbritannien-GPs ein kleines Scharmützel mit Sebastian Vettel, in dem der Kommandostand Webber sogar zurückpfeifen musste.

Doch letztlich beugte sich der Australier der Stallorder – was einer Quasi-Anerkennung seines Nummer-2-Status gleichkommt.

Vettel mahnt zur Vorsicht

Vettel interessieren die Debatten um seinen möglichen nächstjährigen Teamkollegen herzlich wenig. Der Weltmeister ist voll auf seinen zweiten Titel in Serie fokussiert. Das starke Ferrari-Wochenende in Silverstone bereitet ihm aber Kopfzerbrechen.

"Jetzt liegt es an uns, sich neu zu fokussieren und sicherzustellen, dass wir in den kommenden Rennen mit stärkeren Leistungen zurückkehren", mahnt der WM-Leader zur Vorsicht.

"Wir sind nach wie vor in einer guten Position, aber wir müssen weiter hart an uns arbeiten, denn ansonsten rücken die Anderen für unseren Geschmack zu dicht auf."

Red Bull Racing hat einen erlesenen Geschmack: Vettels Vorsprung in der WM beträgt 80 Punkte – und das auf Teamkollegen Webber. Vor Monza (11. September) kann niemand dem Weltmeister, selbst bei drei Ausfällen, nahe kommen.

Michael Höller

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