Hochkarätiger Fünfkampf um die WM-Krone

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Die Formel-1-WM 2012 bleibt weiterhin völlig unberechenbar. Der Sieg von Lewis Hamilton in Ungarn hat weitere Würze in den Titelkampf gebracht.

Ein hochkarätiges, mit vier Weltmeistern gespicktes Quintett darf sich nach elf der 20 Rennen Chancen auf den Titel ausrechnen.

Fernando Alonso (Ferrari) verabschiedete sich mit 164 Punkten als Leader in die Sommerpause bis zum nächsten Rennen am 2. September in Spa-Francorchamps.

Mit etwas Respektabstand folgen dicht gedrängt Mark Webber (Red Bull/124), Sebastian Vettel (Red Bull/122), Hamilton (McLaren/117) sowie Kimi Räikkönen (Lotus/116).

Konstant, konstanter, Alonso

Nach zweijähriger Dominanz muss sich Vettel in seinem Red-Bull-Boliden heuer jeder Menge zumindest gleichwertiger Konkurrenz stellen.

Die große Stärke von Alonso und Ferrari ist und bleibt die Konstanz. Mit einem fünften Platz auf dem Hungaroring fuhr Alonso an seinem 31. Geburtstag einmal mehr wertvolle Punkte ins Trockene.

"Dank der guten Strategie meines Teams bin ich nicht Siebenter, sondern Fünfter geworden. Die Zwei-Stopp-Strategie war eine gute Entscheidung", freute sich der Spanier.

WM-Leader greift nach Schumi-Rekord

Zum Hamilton-Triumph meinte Alonso, der sich wohl am meisten freut, dass sich die Verfolger gegenseitig die Punkte wegnehmen: "Jetzt ist noch mehr Abwechslung in der WM."

Kommt Alonso auch in Belgien unter die besten Zehn, stellt er einen fast zehn Jahre alten Rekord von Michael Schumacher ein. Alonso wäre dann 24 Mal in Serie in die Punkteränge gefahren, beim Ferrari-Heimrennen in Monza könnte der Asturier alleiniger Rekordmann werden.

Ferraris Technikdirektor Pat Fry warnte jedoch vor zu viel Zuversicht: "Wir waren in Ungarn in keiner Phase in der Lage, mit den Besten mitzuhalten. Es ist eigentlich schwer vorstellbar, dass Alonso die WM anführt. Wenn wir weiter vorne bleiben wollen, müssen wir sehr hart arbeiten."

"Konstanz ist unser wunder Punkt"

Das Red-Bull-Duo Webber, der einzige Nicht-Weltmeister in den ersten fünf, und Vettel liegt knapp nach WM-Halbzeit fast gleichauf. "Die Konstanz ist wahrscheinlich unser wunder Punkt", räumte Vettel nach seinem vierten Rang auf dem Hungaroring ein. Zum bereits achten Mal in dieser Saison verpasste er das Podest.

"Das einzige, was jetzt wirklich hilft, ist arbeiten, arbeiten, arbeiten. Fest steht, dass wir jetzt die Sommerpause definitiv nicht nur zum Ausruhen, sondern auch zur Weiterentwicklung nutzen müssen", sagte Vettel.

Das Problem dabei ist aber, dass während der Zeit bis zum Grand Prix von Belgien alle Fabriken für zwei Wochen geschlossen sein müssen. Das ist Teil der Sparmaßnahmen in der teuren Königsklasse des Motorsports.

Hamilton blickt nach London

"Dieses Wochenende hat gezeigt, dass noch alles offen ist", betonte Hamilton, dem im WM-Match quasi der Anschlusstreffer gelang. "Es ist ziemlich schön, mit einem Sieg in die Pause zu gehen", stellte der Weltmeister von 2008 fest.

Hamilton blickte nach dem Triumph auch Richtung London: "Ich habe am Eröffnungswochenende der Olympischen Spiele in Großbritannien einen Grand Prix gewonnen."

"Ich habe daher das Gefühl, wir haben unseren Teil zu hoffentlich noch vielen weiteren britischen Erfolgen in der olympischen Zeit beigetragen."

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