Es ist wie verhext

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Pechvogel Webber: Timing-Fehler kostet ihn Plätze

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"In der ersten halben Stunde des Rennens lief so ungefähr alles schief, was schief laufen konnte. So ist die Formel 1, das kann eben passieren."

Mark Webber war "not amused" über sein Auftaktrennen in Australien, nahm es aber mit Fassung, dass er aufgrund eines nicht funktionierenden Motorsteuergerätes - McLaren entschuldigte sich dafür bei ihm -  zu Rennbeginn kein KERS hatte und frühzeitig sämtliche Chancen auf einen Podestplatz vergraben musste.

Webber konnte es kaum glauben

"Unbelievable" lautete sein Statement nach dem Qualifying zum Grand Prix von Malaysia. Deutlich kürzer, deutlich reservierter.

Ein Timing-Fehler seines Teams kostete ihn eine letzte schnelle Runde und dadurch einige Plätze in der Startaufstellung.

Pleiten-, Pech- und Pannenserie

Die Enttäuschung des Australiers ist verständlich, ist es doch inzwischen eine ganze Reihe an Pleiten, Pech und Pannen, die den Routinier immer wieder zurückwerfen.

Bereits in der vergangenen Saison wollte das KERS nicht so, wie er  wollte, wodurch er vor allem bei den Starts stets wertvolle Position verlor.

Nun setzt sich die Pechsträhne des 36-Jährigen auch in der neuen Saison fort. "Es war bizarr", formulierte der WM-Dritte von 2010 und 2011 den Vorfall in Q3.

Zielflagge: Erster statt Letzter

Webber hatte versucht, Reifen zu schonen und wurde über Funk falsch über die verbleibende Zeit informiert. "Ich dachte, wir hätten mehr Zeit."

So war er nicht der Letzte, der eine schnelle Runde in die Wertung brachte, sondern sah bereits als Erster die Zielflagge.

Letztendlich stand lediglich Startrang fünf zu Buche, während sein Teamkollege Sebastian Vettel wie schon in Melbourne zur Pole raste.

Die Ausgangsposition verspricht angesichts der Startproblematik Webbers nichts Gutes. Entsprechend vorsichtig fällt die Prognose des neunfachen GP-Siegers aus.

Webber glaubt an "hartes" Rennen

"Es wird hart. Wir dürfen nicht zu schnell fahren, weil es darum geht, die Reifen zu schonen."

Andererseits muss der Australier Risiko nehmen, um die verlorenen Positionen aus der Quali im Rennen wieder wettmachen zu können.

Ein schmaler Grat. Webber zeigt sich etwas irritert: "Wir können sehr stark sein, sind uns aber nicht ganz sicher."

Speziell die Handhabung mit den Reifen, derzeit das Hauptthema in der Formel 1, bereitet den Piloten Sorgen.

Motto: Neuer Tag, neues Glück

"Die Leute haben unterschiedliche Vorstellungen. Jeder Stint hier ist hart für die Reifen. Longruns sind auf diesem Kurs besonders schwierig."

Jammern helfe allerdings nicht, er richtet den Fokus stattdessen nach vorne.

"Es wird ein sehr interessanter Grand Prix, der absolut offen ist", glaubt Webber und setzt auf das Motto "neuer Tag, neues Glück".

 

Christoph Nister

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