"Ich habe mich verrechnet"

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20 Jahre nach Sennas Tod: Newey gesteht Fehler ein

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Die Ursache für den tödlichen Unfall des dreimaligen Formel-1-Weltmeisters Ayrton Senna beim Rennen 1994 in Imola sieht der damalige Chefdesigner Adrian Newey heute eher in der kritischen Aerodynamik des Williams FW16 als in einem Bruch der Lenksäule.

20 Jahre nach dem Rennen, das die Formel 1 erschütterte, räumt Newey erstmals ein, Fehler bei der Konstruktion des Autos gemacht zu haben.

"Ich hatte mich bei der Aerodynamik des Autos verrechnet", gesteht Newey, heute Leiter von Red Bull Technology, im Gespräch mit der Online-Ausgabe von auto motor und sport (ams).

"Das Fenster an Bodenfreiheiten, in dem das Auto funktionierte, war zu klein." Das ist eine Theorie, warum Senna auf dem welligen Kurs in Imola auf den Bodenwellen der Tamburello-Kurve die Kontrolle über sein Fahrzeug verlor.

Newey, in dessen Red-Bull-Autos der Deutsche Sebastian Vettel zuletzt vier Mal in Folge Weltmeister wurde, war die Problematik der Aerodynamik bei einem Test aufgefallen.

"Ich stand an der Strecke und habe unser Auto beobachtet. Nogaro war wie Imola eine Strecke mit sehr vielen Bodenwellen. Mir wurde sofort klar, was das Problem unseres Autos war: Die Seitenkästen waren zu lang", so Newey.

Dadurch riss beim Eintauchen des Autos vorne der Luftstrom im Diffusor ab, weil das vordere Ende der Seitenkästen der Strecke zu nah kam.

"Aus heutiger Sicht hört sich das lächerlich an", sagte Newey. "Aber wir hatten damals noch nicht die Werkzeuge, um das Problem vorher im Windkanal zu erkennen."

Doch bis zum Rennen in Imola sei die Zeit zu kurz gewesen, um den Williams entsprechend zu modifizieren.

"Der Auftrag war, die Seitenkästen zu verkürzen, aber das haben wir für Imola aus Zeitgründen natürlich nicht mehr hingebracht", so Newey.

Dass der Williams trotzdem in allen drei Rennen auf der Pole Position stand, habe man allein Senna zu verdanken. "Kein anderer Fahrer hätte das mit diesem Auto geschafft."

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