(Nicht) lernfähig

Nachdem der Mann der TV-Reporterin Marion Grosjean (ehemals Jolles) in Spa eine Startkarambolage verursacht hatte, durfte er in Italien nicht starten.

"Das eigentlich Besorgniserregende ist, dass er scheinbar nicht aus seinen Fehlern lernt", hatte auch Red-Bull-Teamchef Christian Horner die Fahrweise des Franzosen scharf kritisiert.

Treue zahlt sich aus

Doch Lotus hielt zu Recht an Grosjean fest, auch wenn dessen F1-Comeback 2012 - bereits 2009 fuhr er sieben GPs - weiterhin holprig verlief.

Am Ende landete Grosjean in der Fahrerwertung auf Position acht, sein bestes Ergebnis gelang ihm in Kanada mit Rang zwei, dazu kamen dritte Plätze in Bahrain und Ungarn, doch auf der anderen Seite standen sieben Ausfälle zu Buche.

Heuer jedoch muten die Resultate des ehemaligen BMX- und Kartfahrers, der seit dem Sommer Vater eines Sohnes ist, deutlich versöhnlicher an: Schon viermal schaffte er den Sprung aufs Podest, dazu gelang es ihm, bei nur drei Ausfällen, sechs weitere Male in die Top Ten und somit in die Punkteränge zu fahren.

Gute Aussichten

Um die Zukunft muss sich Grosjean wohl keine Sorgen mehr machen, nach dem Weggang von Räikkönen zu Ferrari könnte er durchaus die Nummer eins bei Lotus werden - auch wenn Teamchef Boullier bereits in dieser Saison betonte: "Es gibt keine Nummer eins und Nummer zwei."

Boullier ist es auch, der einen Blick in die Glaskugel wagte und sich nicht allzu weit aus dem Fenster lehnen musste, als er sagte: "Wenn er so weiterfährt, braucht er nichts mehr zu beweisen. Ich denke, er wird ein weiteres Jahr in der Formel 1 fahren."

Noch steht nicht offiziel fest, wer im nächsten Jahr für Lotus fährt, doch eine Verlängerung sollte wohl nur noch Formsache sein.

Henriette Werner

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