Mercedes-Zwist mit Ecclestone

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Mercedes auf Kriegsfuß mit Ecclestone

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Die Verhandlungen zwischen dem Formel-1-Rechteinhaber CVC und dem Werksteam Mercedes über die Zustimmung zu einer neuen Rahmenvereinbarung (Concorde Agreement) zur Verteilung der Gelder in der Königsklasse sind ins Stocken geraten.

Bisher haben neben Mercedes lediglich die drei Nachzüglerteams Caterham, HRT und Marussia noch keinen Vorvertrag mit der von Bernie Ecclestone vertretenen CVC geschlossen.

Das aktuelle Concorde Agreement läuft mit Jahresende aus. Für einen möglichen Börsegang, der bereits im Sommer in Singapur angedacht ist, benötigt die Formel 1 aber Mercedes im Boot.

Zankapfel Extrawürste

"Wenn CVC die Formel 1 an die Börse bringen möchte, müssen sie das relativ schnell lösen", meinte Mercedes-Teamgeschäftsführer Nick Fry vor dem Grand Prix von Spanien in Montmelo bei Barcelona. "Für sie ist das wahrscheinlich wichtiger als für uns."

Mercedes dürfte sich vor allem an der historisch bedingten Sonderstellung der Konkurrenzteams Ferrari, McLaren und Red Bull stoßen.

Alle drei sollen neben einem Platz im neuen F1-Aufsichtsrat auch Sonderzahlungen erhalten. Mercedes wird wegen der zahlreichen Besitzerwechsel erst seit 2010 als Werksteam angesehen.

F1-Ausstieg kein Thema

Trotz des Millionenpokers stellte Fry klar: "Mercedes-Benz will in der Formel 1 bleiben." Ohne den deutschen Autobauer dürfte die Formel 1 auch an Wert verlieren.

Bei einem Börsegang könnte dieser derzeit mit bis zu 10 Milliarden US-Dollar (7,7 Mrd. Euro) beziffert werden. Der Luxemburger Kapitalgesellschaft CVC gehören 63,4 Prozent davon, einen Teil will sie behalten.

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