Lob für den Premieren-Sieger

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Wolff: "Lewis ist ein absoluter Spitzenmann"

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Mercedes hat sich selbst überrascht.

Ausgerechnet in einem Hitzerennen und ausgerechnet nach einer Sperre für den Reifentest in Silverstone hat Lewis Hamilton am Sonntag in Ungarn seinen ersten Sieg für den neuen Arbeitgeber eingefahren - und das in souveräner Manier.

Vom WM-Titel traut sich im Mercedes-Lager aber noch niemand laut zu sprechen - oder auch nur zu träumen.

Keine Titel-Träumereien

"Wir müssen auf dem Boden bleiben", betonte Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff. 48 Punkte fehlen Hamilton auf Titelverteidiger Sebastian Vettel, 67 sind es in der Konstrukteurs-WM auf Red Bull.

"Trotzdem wäre es vermessen, zu diesem Zeitpunkt über irgendeine WM zu sprechen." Zu groß seien die Aufs und Abs in der ersten Saisonhälfte gewesen.

"Neuer Reifen kommt uns entgegen"

Auch in Ungarn hatte alles auf ein schwieriges Wochenende hingedeutet, laufen die Reifen am Mercedes doch permanent Gefahr, zu überhitzen.

Die neuen Pneus, die ab diesem Wochenende von Hersteller Pirelli geliefert werden, sind aber in ihrer Struktur stärker jener von 2012 angepasst.

"Dieser Reifen kommt uns entgegen", meinte der Wiener Wolff, der den dritten GP-Sieg seiner Amtszeit bei Mercedes bejubelte.

Lob von Lauda

"Lewis ist ein absoluter Spitzenmann", lobte Wolff. "Der ist sein Geld wert", ergänzte Team-Aufsichtsratschef Niki Lauda, nachdem er Teamchef Ross Brawn geherzt hatte.

20 Millionen Euro soll der frühere McLaren-Star Hamilton bei seinem neuen Arbeitgeber pro Jahr verdienen.

Den Wechsel nur des Geldes wegen gemacht zu haben, musste sich der Brite von Kritikern anhören. "Darüber habe ich schon damals gelächelt. Ich habe immer gewusst, dass es die richtige Entscheidung war", betonte Hamilton.

"Siege sind die Nahrung, die ihn antreiben", erklärte Wolff. Mercedes kann ihm die Chance darauf bieten.

Sanktionen bringen Zeit

Dafür musste sein Team bei den dreitägigen Testfahrten mit den neuen Pneus vor einer Woche in England zuschauen - als Strafe für umstrittene Probefahrten, die die Silberpfeile Mitte Mai in Barcelona für Pirelli absolviert hatten.

"Wir hatten dadurch drei Tage mehr Zeit, um nachzudenken", scherzte Wolff. "Ein vermeintlich sehr schwieriges Wochenende hat sich als ein sehr gutes herausgestellt. Wir sind auf einem Aufwärtstrend."

Das merkt auch Hamilton. "Wir haben den Test nicht gemacht, also sind wir im Hintertreffen hierhergekommen", erinnerte der Ungarn-Spezialist.

"Ich habe nicht einmal gedacht, dass wir die Pole Position holen können." Am Ende trug ihn sein W04 in souveräner Manier zum 22. GP-Sieg.

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