Von der Lachnummer zum Rekordhalter

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2,31 Sekunden fürs Reifenwechseln, davon träumt wohl jeder Autofahrer.

Die Crew von McLaren hat am vergangenen Sonntag auf dem Hockenheimring in dieser Zeit den Boxenstopp von Jenson Button absolviert und damit für einen neuen Weltrekord gesorgt.

Die Bestmarke war schlussendlich ausschlaggebend, dass Button in Deutschland noch Zweiter wurde.

McLaren-Schwachstelle eliminiert

"Boxenstopps sind immer wieder rennentscheidend", sagt Sam Michael, der Sportdirektor von McLaren. Dass die "Silberpfeile" aktuell in der Boxengasse die schnellsten Hände haben, war vor wenigen Monaten noch nicht absehbar gewesen.

Nach zahlreichen Pannen und auch einigen Slapstickeinlagen bei den Stopps sah man sich bei den Briten zum Handeln gezwungen.

Vor dem Heimrennen in Silverstone absolvierte die Mannschaft nicht weniger als 800 Teststopps, seitdem hat sie in England und Deutschland jeweils Bestzeit markiert.

Button mittlerweile zufrieden

"Die Jungs haben einen phänomenalen Job gemacht. Ich habe mich nach dem Rennen bei ihnen bedankt, sie können echt stolz sein", meinte Button über die Hochform seiner Mechaniker. "Zu Saisonbeginn hatten wir einige Probleme. Seitdem hat sich aber viel verbessert", so Button.

Auch Sam Michael verwies auf die Leistungssteigerung, die die entscheidenden Zehntel bringen kann: "Wenn sie jetzt für einen Stopp drei Sekunden brauchen, dann fühlt sich das unglaublich langsam an. Obwohl sie mit dieser Zeit noch immer mehr als wettbewerbsfähig sind."

"Zwei Sekunden möglich"

Bis Saisonende will man sich bei McLaren bei einer Durchschnittszeit von 2,5 Sekunden fürs Reifenwechseln einpendeln.

Die Teams analysieren die Stopps nach jedem Rennen, durch die Bilder der Überkopfkameras wird jeder Fehlgriff sofort enttarnt. Aber auch der Fahrer hat eine entscheidende Rolle.

"Wenn man nicht punktgenau auf der Markierung hält, ist so ein schneller Stopp unmöglich", weiß Button, der glaubt: "Wenn alles perfekt passt, sind sogar zwei Sekunden möglich."

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