Dennis: "Wir wollen nichts verheimlichen"

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Ron Dennis rechnet mit dem Start des zweimaligen Formel-1-Weltmeisters Fernando Alonso beim Saisonauftakt.

Das gab der McLaren-Boss am Donnerstag bei einer Pressekonferenz des britischen Rennstalls während der abschließenden Testfahrten auf dem Circuit de Catalunya bei Barcelona bekannt.

Bei den letzten Proberunden in Katalonien, die am Donnerstag starteten, fehlt Alonso. Er erholt sich nach seiner Entlassung aus der Klinik am Mittwoch weiter in seiner Heimatstadt Oviedo.

Vorsicht wegen des seitlichen Aufpralls

Alonso hatte nach seinem merkwürdigen Unfall am vergangenen Sonntag auf dem Grand-Prix-Kurs drei Nächte im Krankenhaus verbracht. Dennis bezeichnete dies als reine Vorsichtsmaßnahme der Ärzte: "Es ist Fernando und wir sind in Spanien."

Durch den ungünstigen Aufprallwinkel beim vergleichsweise harmlos wirkenden Zwischenfall wäre das Kopf- und Nackenschutzsystem HANS nicht richtig zum Tragen gekommen. Kurz nach dem Aufprall sei Alonso "nur für ein paar Sekunden" bewusstlos gewesen, erklärte Dennis laut BBC.

Der Prozess nach dem Unfall sei so abgelaufen, wie es bei möglichen Kopfverletzungen üblich ist. Eine Gehirnerschütterung konnte nicht ausgeschlossen werden, die Untersuchungen hätten eine solche aber nicht bestätigt.

Technische Ursachen dementiert

Was die Unfallursache betrifft, wies der 67-Jährige jegliche Anschuldigungen an das britische Team zurück. Es gebe keine Anhaltspunkte für eine technische Ursache, wie etwa einen vermuteten Stromschlag durch das Energierückgewinnungssystem.

"Wir wollen weder McLaren noch Fernando schützen und verheimlichen nichts. Alle aufgezeichneten Daten des Autos sind normal, auch im Körper wäre eine Elektrisierung nachweisbar, doch der Wert ist auf null", so Dennis, der eine Offenlegung der Telemetrie jedoch ablehnte. Stattdessen untersucht nun auch die FIA den Vorfall.

McLaren sehe die Ursache jedenfalls weiterhin in einem unerwarteten Windstoß. Ein existierendes Video eines Augenzeugen würde dies verdeutlichen, auch wenn es nur von schlechter Qualität sei.

Proberunden für den möglichen Ersatz

Als Ersatz bei den Testfahrten fungiert Kevin Magnussen, der im Falle eines Ausfalls des Spaniers auch in Melbourne fahren würde.

"Er fährt hier, weil wir vermeiden wollten, dass er das neue Auto womöglich das erste Mal in Australien lenkt", scheinte man sich von Seiten des Teams auch für diesen Fall zu rüsten.

"Ich wüsste nicht, warum Alonso nicht fahren sollte - aber die letzte Entscheidung liegt bei den Ärzten", so Dennis.

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