Lauda: "Die weltweite Publicity ist unbezahlbar!"

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Jubel, Trubel, Ausnahmezustand bei den heimischen Motorsport-Fans!

Dafür hat die Sensations-Meldung des Tages gesorgt: Nämlich dass Red Bull die Formel 1 zurück nach Österreich holt.

„Für mich als Steirer, der die Motorsportjahre am Ring als Jugendlicher miterlebt hat, ist es schon etwas ganz Besonderes, dass wir nicht nur den Ring wiederbeleben, sondern nun auch die Königsdisziplin zurück holen konnten“, lässt Dietrich Mateschitz wissen.

Schon im nächsten Jahr fahren Ferrari, Mercedes, McLaren und natürlich Red Bull Racing wieder in Spielberg. Am 6. Juli 2014 sollen die Motoren heulen.

Unbezahlbare Publicity

„Das ist das Beste, was uns passieren kann. Diese weltweite Publicity ist für Österreich unbezahlbar“, jubiliert Niki Lauda.

Der dreifache F1-Weltmeister und nunmehrige F1-Vorstand von Mercedes hatte immer auf eine Rückkehr der PS-Königsklasse gehofft.

„Dass es nun Wirklichkeit wird, liegt nur an Herrn Mateschitz.“ Für Lauda ist es „eine Riesenfreude“, auch weil der den GP von Österreich 1984 gewinnen konnte – vor Nelson Piquet und Michele Alboreto.

"Ganz Österreich sollte den Hut ziehen"

Der heute 64-Jährige war damals nicht der einzige Österreicher am Start. Für Gerhard Berger war es der Einstieg in die Formel 1, der allerdings vorzeitig zu Ende ging.

Drei Runde vor Schluss streikte das Getriebe seines ATS-BMW, aufgrund der zurückgelegten Distanz wurde der Tiroler aber als Zwölfter gewertet.

„Ich habe immer gehofft, dass es den Grand Prix wieder gibt. Es ist eine super Sache, die ohne Red Bull nicht möglich wäre“, streut auch Berger seinem ehemaligen Partner Mateschitz Rosen.

„Der Motorsport in Österreich hat ihm viel zu verdanken. Jetzt gibt es eine perfekte Infrastruktur mit dem Ring und einem österreichischen Team. Darauf haben die Fans hierzulande seit vielen Jahren gewartet.“

Niki Lauda sieht es ähnlich. „Die Formel 1 ist die Krönung für sei Projekt. Ganz Österreich sollte den Hut ziehen.“

Kleinkrieg verhindert große Pläne

Insgesamt 25 Mal war Spielberg Austragungsort für einen Grand Prix, nach 2003 kehrte die Formel 1 der Alpenrepublik aber den Rücken.

Offiziell wegen des Tabakwerbeverbots in der EU. Daraufhin kaufte Mateschitz das gesamte Gelände, um dort eine Motorsport- und Flugakademie zu errichten.

Mit Volkswagen, KTM und Magna waren auch schnell namhafte Partner gefunden, mit denen Red Bull das Großprojekt mit einem Volumen von rund 750 Mio. Euro auf die Beine stellen wollte.

Einsprüche aus der Bevölkerung und ein negativer Bescheid des Umweltsenats verhinderten dies aber.

Geschichte voller Missverständnisse

Weil die Abrissarbeiten der Rennstrecke bereits begonnen hatten, war diese nicht mehr benutzbar, wodurch in weiterer Folge die Betriebsgenehmigung erlosch.

2008 gab Red Bull bekannt, dass die abgerissene Rennstrecke wieder aufgebaut werden soll. Drei Jahre später, am 15. Mai 2011 wurde der Red Bull Ring offiziell eröffnet, kurz darauf gastierte erstmals die DTM in Spielberg.

Neben den Rennaktivitäten haben Fans ganzjährig die Möglichkeit das „Projekt Spielberg“ auf zwei oder vier Rädern selbst zu erfahren.

Wahlweise mit dem eigenen Fahrzeug oder mit diversen Race-Modellen.

Profitables Geschäft möglich

Niki Lauda ist überzeugt, dass mit der Rückkehr der Formel 1 die ganze Gegend einen neuen Impuls bekommt.

„Bevor Red Bull dort investiert hat, war tote Hose. Das ist ein neuer Impuls für die Wirtschaft, Didi Mateschitz schafft Arbeitsplätze. Ich hoffe, alle wissen, was sie davon haben – auch die Bundesregierung und die Landesregierung.“

Alexander Wurz hat den Österreich-GP drei Mal bestritten, er ist überzeugt, dass der Plan aufgeht – und sich für alle Beteiligten rechnet.

„Spielberg war in der Vergangenheit ein profitables Geschäft. Auch jetzt kann man es so gestalten, dass es wirtschaftlich Sinn macht.“

Schon jetzt F1-tauglich

Der F1-Insider meint, dass man schon jetzt einen Grand Prix veranstalten könnte.

„Die Strecken und die Boxen sind absolut Formel-1-tauglich. Und Spielberg war schon immer die Strecke mit den meisten Überholmanövern. Im Fahrerlager haben es immer alle geliebt, nach Österreich zu kommen.“

Zwei Gewinner hat das rot-weiß-rote F1-Trio bereits jetzt ausgemacht: „Am meisten profitiert die Region, die seit Jahren nach Geschäften und neuen Möglichkeiten ringt, sie hat den größten Nutzen. Aber der eigentliche Sieger sind die Fans!“

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